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Energiepolitik

Seehofer: Kein Fracking in Bayern

Horst Seehofer im Interview
 

CSU-Chef Horst Seehofer hat den Atomausstieg als irreversibel bezeichnet: „Wir brauchen die Atomkraft nicht. Das letzte Kernkraftwerk geht 2022 vom Netz.“ Die weitgehenden Einigungen bei der Reform der Ökostrom-Förderung nannte Seehofer im Interview mit der „Welt“ ein „politisches Meisterwerk" und eine „Sternstunde des Föderalismus". Seehofer:Wir haben die Explosion bei der Ökostromumlage gestoppt und alle regionalen Interessen ins Gleichgewicht gebracht“.

Keine Schiefergasförderung in Bayern

Auch ohne Krim-Krise müsse die Energiepolitik weiterentwickelt werden, sagte CSU-Chef Seehofer. Alles, was den Energiemix verbreitere, verringere die Abhängigkeit. „Flüssiggas aus den USA und Kanada kann eine Lösung sein. Bisher fehlt uns dafür aber die nötige Infrastruktur." Schiefergasförderung hierzulande lehnte Seehofer ab: „In Bayern wird es Fracking nicht geben. Es bleibt dabei, was ich der Bevölkerung versprochen habe."

Warnung vor Arbeitsplatzverlusten

Seehofer warnte außerdem vor massiven Arbeitsplatzverlusten, sollte die EU-Kommission auf einer Kürzung der Industrie-Rabatte beim Ökostrom beharren. „Hier besteht das Risiko, dass zahlreiche Unternehmen aus der Ausgleichsregelung herausfallen. Das wäre aber fatal für Hunderttausende von Arbeitsplätzen, die dadurch gefährdet würden", sagte Seehofer.