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Charta von Berlin

Initiative gegen Hunger und Landflucht

 

Mit einer hochrangigen Konferenz in Berlin hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller für den G20-Gipfel im Juli in Deutschland eine Initiative gegen Hunger und Landflucht in Entwicklungsländern vorbereitet. Im Fokus steht die Frage nach Jobs und Perspektiven in den ländlichen Räumen weltweit. Die Konferenz findet vor dem Hintergrund der aktuellen Krise statt, bei der am Horn von Afrika und in anderen Regionen hunderttausende Menschen vom Hungertod bedroht sind.

„Die Zukunft der Menschheit entscheidet sich im ländlichen Raum“, sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. „Nur starke ländliche Räume können künftige Hungerkrisen verhindern und der Jugend eine echte Perspektive bieten.“ Ein Expertenteam, dem Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus angehört, legte bei der Konferenz eine „Charta von Berlin“ für die Unterstützung junger Landwirte in Entwicklungsländern vor.

Müller plädierte für eine „Agrarwende von unten“. Er sagte: „Wir können Erträge vervielfachen, mit modernem Wissen und Innovation.“ Die Schaffung besserer Lebensperspektiven in ländlichen Gebieten sei auch Fluchtursachenbekämpfung. Denn der Umzug verarmter Kleinbauern und Nomaden in die Stadt sei oft der erste Schritt hin zu einer nicht immer freiwilligen Migration. Die laufende deutsche G20-Präsidentschaft hat sich das Ziel gesetzt, konkrete Vereinbarungen zur Förderung der Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum zu erreichen.