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Seehofer im Interview mit dem Stern

„Wir müssen hellwach sein.“

Horst Seehofer
 

CSU-Chef Horst Seehofer hat in einem Interview mit dem Stern eine Einschätzung zum SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz gegeben. Trotz guter Umfrageergebnisse der Union dürfe man Schulz und die SPD bei der anstehenden Bundestagswahl nicht unterschätzen. „Wir müssen hellwach sein. Die SPD ist durch den Wechsel von Sigmar Gabriel zu Martin Schulz enorm motiviert und beflügelt. Das bleibt auch nach dem Wahlerfolg für die CDU im Saarland so. Davor kann ich nur warnen,“ so der Parteivorsitzende.   

Für Seehofer steht Schulz für alte Schule und die alte SPD, allen voran definiert durch das Thema Umverteilung. Dem CSU-Chef geht dies jedoch nicht weit genug: „Das ist uns zu wenig. Es muss auch um die Frage gehen. Wie machen wir unser Land zukunftsfähig? Das Ziel kann ja nicht sein, dass am Ende alle gleich sind – aber alle gleich arm“.   

Weiterhin bekräftigte Seehofer in dem Interview seine Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge: „Die Obergrenze wird ein zentraler Punkt im Wahlprogramm der CSU. Dafür stehe ich. Ein Mann, ein Wort“. Trotz gesunkener Flüchtlingszahlen ist für Seehofer die Notwendigkeit einer Obergrenze noch immer gegeben:  „Wir wollen die Obergrenze, weil nur so die Integration derjenigen, die wirklich bleiben können, gelingen kann“.