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Seehofer im Interview mit dem Donaukurier

Kein Aus für den Verbrennungsmotor

 

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat sich in einem Interview klar zur Automobilindustrie und zum Verbrennungsmotor bekannt. Zugleich forderte er eine Verlängerung der Grenzkontrollen zu Österreich ein.

Angesichts der Dieseldebatte kritisierte Seehofer die generelle Kritik an der Automobilindustrie. „Dieser Feldzug gegen das Auto muss so schnell wie möglich gestoppt werden, weil sonst gehen die Arbeitsplätze in der Autoindustrie kaputt.“ Gleichzeitig nahm der Parteivorsitzende die Automobilkonzerne in die Pflicht: „Die manipulierten Autos müssen zu ihren Lasten korrigiert werden. Und die Verantwortlichen müssen zur Verantwortung gezogen werden.“

Nach Ansicht Seehofer ist die Automobilindustrie maßgeblich für den Wohlstand in Deutschland verantwortlich. Ein „Aus“ für den Verbrennungsmotor ist für den Parteivorsitzenden daher nicht denkbar: „Die Ideologen, die das fordern, würden ja am liebsten die Autokonzerne schließen. Das bezeichne ich als Irrsinn.“

Grenzkontrollen verlängern

Dem Wunsch der Europäischen Union, die Grenzkontrollen in Bayern im kommenden November zu beenden erteilte Seehofer ein Absage: „In der EU-Kommission sitzen leider auch viele Träumer. Wir haben den Terror und die internationale Bandenkriminalität nicht im Griff, wir wollen auch keine massenhafte und unkontrollierte Zuwanderung. Da die EU-Außengrenzen nicht ausreichend geschützt sind, müssen wir die Kontrollen an den Binnengrenzen beibehalten.“ Wünschenswert wäre es, bereits an den Außengrenzen der EU zu entscheiden, wer nach Europa kommt, so Seehofer.