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Pilotprojekt gegen Gaffer

Unfallstellen besser abschirmen

 

Nach zunehmenden Problemen mit Gaffern bei schweren Unfällen gibt es nun erste Gegenmaßnahmen: Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann stellte in Fischbach bei Nürnberg in einem Pilotprojekt spezielle Sichtschutzwände vor, die Unfallstellen von neugierigen Blicken abschirmen sollen.

Die Autobahnmeistereien Herrieden und Münchberg sollen im Rahmen eines ersten Testlaufs mit den bis zu 100 Meter langen Barrieren ausgestattet werden, die bei schweren Unfällen eingesetzt werden können. Gaffer behindern vor allem Rettungsarbeiten und schaffen durch ihre Neugier zusätzliche und völlig unnötige Unfallgefahren.

Schaulustige an Unfallstellen werden zunehmend ein Problem. Nach dem schweren Busunfall auf der A9 hatte Herrmann selbst vor Ort erlebt, wie Leute bei Tempo 100 abrupt abgebremst hätten, „nur um zu gucken“. Andere hätten wiederum im Vorbeifahren das Handy gezückt, um Fotos zu machen oder Videos zu drehen. „Es ist wirklich unbegreiflich, wie sich Autofahrer hier verhalten“, kritisierte Herrmann. „Deshalb müssen wir versuchen, dem bestmöglichst entgegenzuwirken.“