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#CSUNK6

Umgang im Netz - zwischen Zoff und Zensur

 

Hochkarätige Gäste, ein brandaktuelles Thema sowie eine hochmoderne Location: Perfekte Bedingungen für die erfolgreiche sechste Auflage des legendären CSU Netzkongresses! In der neuen Google Deutschland Dependance in München diskutierten Netzpolitiker, Experten und ein höchst engagiertes Publikum über das Thema „Umgang im Netz - zwischen Zoff und Zensur“.

Die CSUnet-Landesvorsitzende Dorothee Bär konstatierte einen Qualitätsverfall bei Diskussionen im Internet: „Hate-Speech, Counter-Speech, Beleidigung und das Verstecken hinter der vermeintlichen Anonymität, die Scham, wenn man sich dann doch ertappt fühlt und die Negierung des zuvor Gesagten oder Behaupteten. Das alles sind ganz typische Elemente bei Kommentaren oder Debatten im Internet“, sagte Bär. Sie führte die oftmals eskalierenden Kommentarverläufe in den einschlägigen sozialen Medien zurück auf „die Flut der Informationen und die fehlende Kompetenz, dieses Chaos der von allen Richtungen kommenden Neuigkeiten und Einschätzungen zu ordnen“. Sie forderte: „Wir müssen es eben auch schaffen, den Menschen den richtigen Umgang mit Inhalten zu vermitteln. Damit sie Wahrheiten von Halbwahrheiten unterscheiden und Lügen als solche erkennen können.“

Der Politikberater und Blogger Martin Fuchs verwies in seiner Keynote darauf, dass sich die Digitaldebatte in Deutschland zwischen Euphorie und Hysterie bewegen würde. Noch vor einigen Jahren habe man angesichts des arabischen Frühlings völlig überzogene Erwartungen an die Demokratisierung durch das Internet und Social Media gerichtet, während in der heutigen Debatte vor allem das Phänomen „Hatespeech“ problematisiert würde. Fuchs machte klar, dass „Hatespeech“ nur ein „kleines Randphänomen des Netzes“ sei. Er konnte anhand eigener Analysen belegen, dass in Onlinedebatten meist nur wenige Personen einen Großteil der Kommentare schreiben. Fuchs: „Es handelt sich um eine kleine Gruppe von Menschen, die nicht unsere Gesellschaft ausmacht.“

Im anschließenden Panel diskutierten die Experten zu den Themen Cybermobbing, Verantwortung von Plattformen sowie der Diskussionskultur im Internet und die Folgen für Recht und Politik. Einig war sich die Runde darin, dass Hass keine Meinungsäußerung sondern strafbares Unrecht ist. 

Der #CSUNK6 in voller Länge