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Regionale Identität stärken

Landesmuseum für Franken

 

Historische Entscheidung in Würzburg:  Auf der Würzburger Festung Marienberg wird ein eigenes Landesmuseum für Franken entstehen. Der Freistaat übernimmt das bisherige Mainfränkische Museum auf der Festung und wird es zum „Museum für Franken“ weiterentwickeln. Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle, Finanzminister Markus Söder und Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt besiegelten bei einer Feierstunde das Projekt. 


Finanzminister Markus Söder: „Der Freistaat Bayern investiert in den kommenden Jahren 100 Millionen Euro in die Sanierung der Festung Marienberg. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für ein erstklassiges neues Museum, auf das ganz Franken stolz sein wird.“

Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle unterstrich die Bedeutung des Museums im Kontext des Kulturkonzepts: „Jeder Regierungsbezirk in Bayern erhält ein staatliches Museum, und das Museum für Franken in der Bischofsstadt Würzburg gehört sicher zu den besonderen Museen in Bayern. Hier soll künftig die fränkische Kunst- und Kulturgeschichte vom Frühen Mittelalter bis in die Gegenwart gezeigt werden. Wir können bei unserem ambitionierten Vorhaben bereits auf eine Sammlung herausragender Exponate vor Ort zurückgreifen und an den sehr guten Ruf des Mainfränkischen Museums anknüpfen. Nach Abschluss der Sanierung soll die Festung Marienburg ein hochmodernes Landesmuseum beherbergen. Bereits vor diesem Zeitpunkt wird das neue Museum für Franken Sonderausstellungen zu Kernthemen der fränkischen Kunst- und Kulturgeschichte zeigen können.“

Würzburgs Oberbürgermeister Schuchardt würdigte die Vertragsunterzeichnung: „Die Stadt Würzburg und der Bezirk Unterfranken entlassen das Mainfränkische Museum ohne das sprichwörtlich weinende Auge in die Obhut des Freistaats. Eine modern dargestellte Sammlung an einem geschichtsträchtigen Ort: Das sind sehr gute Voraussetzungen, um das Museum zu einem fränkischen Publikumsmagneten zu machen. Stadt und Regionalgeschichte werden gemeinsam erlebbar.“

Die Festung Marienberg war fast 500 Jahre lang Sitz der Würzburger Fürstbischöfe, die im Mittelalter zugleich die kirchliche und die weltliche Macht innehatten. Da sie auch die Herzogwürde für Franken beanspruchten, war die Festung damit Sitz des Herzogtums Franken. Der älteste Teil der heutigen Festung stammt aus dem Jahr 1201. Schon um 1000 v. Chr. nutzten aber die Kelten den Burgberg links des Mains als Wehranlage.