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Familienorientiert und wirtschaftlich

30.000 neue Betreuungsplätze für Bayern

Familienpolitik
 

Bis spätestens 2023 will die Bayerische Staatsregierung im Freistaat 30.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder bis sechs Jahren schaffen. Den Kommunen sollen dabei bis zu 85 Prozent der Kosten erstattet werden. „Das ist einmalig in Deutschland“, betonte Bayerns Sozial- und Familienministerin Emilia Müller. Aktuell werden in Bayern rund 453.000 Kinder bis sechs Jahren betreut, künftig dürften es dann rund 483.000 sein.

Die Staatsregierung hat zum Ausbau der Kinderbetreuung ein neues Sonderinvestitionsprogramm aufgelegt. Gefördert werden nicht nur Krippenplätze, sondern Betreuungsplätze für Kinder bis zur Einschulung. Müller sagte: „Wir haben die Anzahl der Krippenplätze seit 2006 mehr als vervierfacht. Aber der Bedarf steigt weiter. Seit dem Start des Sonderinvestitionsprogramms haben wir bereits über 100 neue Bauprojekte und 7.000 neue Plätze bewilligt. Insgesamt rechne ich mit 30.000 neuen Plätzen, die wir gemeinsam mit den Kommunen in den nächsten Jahren schaffen werden.“

Auch für den bayerischen Arbeitsmarkt zog Müller im Rahmen ihrer Jahrespressekonferenz eine positive Bilanz: „Bayern steht heute so gut da wie nie in seiner Geschichte. In den vergangenen 10 Jahren ist der Freistaat um 500.000 Menschen gewachsen. Wir haben Vollbeschäftigung erreicht, die Jugendarbeitslosigkeit besiegt und die Langzeitarbeitslosigkeit um 10 Prozent reduziert.“ 

Gleichzeitig habe Bayern im letzten Jahr vor allem für diejenigen, die besondere Unterstützung benötigen, einige wichtige Weichen gestellt:

Bayerisches Teilhabegesetz

Mit dem Bundesteilhabegesetz habe der Freistaat die größte Sozialreform der vergangenen Jahrzehnte angestoßen, so Müller. Im Januar 2018 tritt außerdem das Bayerische Teilhabegesetz I in Kraft. „Mit den Bezirken werden Menschen mit Behinderung künftig einen zentralen Ansprechpartner haben. Wir werden die Integrationsämter zu Inklusionsämtern weiterentwickeln. So kommen wir unserem Ziel einer inklusiven Gesellschaft wieder einen Schritt näher. Und wir werden noch stärker daran arbeiten, dass Menschen mit Behinderung eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Deshalb legen wir zusätzlich 20 Prozent auf das vom Bund vorgesehene Budget drauf.“ 

Familienpakt Bayern

Neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Müller eine familienorientierte Unternehmensführung ebenso entscheidend. Wie das gelingen kann, zeige der ‚Familienpakt Bayern‘: „Je besser die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt, desto erfolgreicher ist ein Unternehmen. Eine familienorientierte Unternehmensführung ist also auch ein Wirtschaftsfaktor. Das haben bereits viele Betriebe in Bayern erkannt. Über 470 Mitglieder und Netzwerkpartner beteiligen sich bereits am Familienpakt und es werden immer mehr.“ Mehr zum Familienpakt Bayern finden Sie hier.