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Syrien-Geberkonferenz

Müller trifft Friedensnobelpreisträgerin Malala

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat auf der Syrien-Geberkonferenz in London die pakistanische Friedensnobelpreisträgern Malala Yousafzai getroffen. Müller sprach mit Malala über die Forderungen an die Weltgemeinschaft, für jedes Flüchtlingskind einen Schulplatz zur Verfügung zu stellen. „Malala hat Recht! Die Hälfte der Flüchtlinge aus dem Syriern- und Irak Krieg sind Kinder und Jugendliche. Wir dürfen keine verlorene Generation zulassen,“ so der Minister. Deshalb hat Deutschland die Schul- und Bildungsangebote verdoppelt: Allein im Nordirak wurden sieben neue Schulen gebaut, in denen 50.000 Kinder lernen können. Im Libanon gehen mit deutscher Unterstützung 100.000 Kinder zur Schule, in der Türkei 200.000 syrische Flüchtlingskinder.

Die Ergebnisse der Syrien-Geberkonferenz hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller begrüßt. Insgesamt kamen mehr als neun Milliarden Euro Hilfe für die Opfer des Bürgerkrieges in Syrien zusammen. Ebenso sollen die Anrainerstaaten, die Millionen an Flüchtlingen aufgenommen haben unterstützt werden. „Die Erwartungen an diese Geberkonferenz wurden übertroffen“, sagte Müller. Deutschland will bis 2018 2,3 Milliarden Euro zahlen, davon 1,2 Milliarden in diesem Jahr.

Müller betonte, die Flüchtlingsproblematik sei kein deutsches Problem, sondern eines der Weltgemeinschaft. Wichtig sei die Schaffung von Bleibeperspektiven in den Krisengebieten: „Jeder Euro, der in Krisenregionen eingesetzt wird, erzielt den 30- bis 50-fachen Effekt wie ein Euro in Deutschland.“ Bei vorausgegangenen Konferenzen wurden nur allerdings nur etwa 50 Prozent der Zusagen eingehalten. Müller mahnte, dies dürfe dieses Mal nicht passieren.