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Gerd Müller in Jordanien

Fluchtbewegung bremsen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat bei einem Besuch in Jordanien einen „Marshallplan für Nahost“ angekündigt. Ziel ist es, Jordanien mit Projekten im Bereich Wirtschaft, Handwerk und Infrastruktur zu unterstützen und damit die Fluchtbewegung nach Deutschland zu bremsen. Jordanien hat mit seinen vier Millionen Einwohnern fast eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen.

Müller betonte, dass mit Investitionen in den Bau von Unterbringungen, Schulen und Gemeindezentren Arbeitsplätze für Zehntausende Flüchtlinge und Einheimische geschaffen werden können. „Damit schaffen wir wichtige Bleibeperspektiven für die Flüchtlinge in der Region und kurbeln zugleich die heimische Wirtschaft an. Nur mit einem solchen

Marschallplan wird es gelingen, die Flüchtlingskrise zu bewältigen und Syrien nach einem Ende des Krieges wieder aufzubauen,“ betonte der Minister.  

Das Entwicklungsministerium hatte seine Hilfe in der Syrien- und Irak-Krise in den vergangenen zwei Jahren auf 640 Millionen Euro verdreifacht. So können mit deutscher Unterstützung 800.000 Menschen mit Wasser versorgt werden, 200.000 Menschen mit Strom, 130.000 syrische Flüchtlingskinder in den vergangenen beiden Jahren zur Schule gehen.