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Herrmann in Bulgarien

Enger Schulterschluss in Flüchtlingsfragen

 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist in Bulgarien zu politischen Gesprächen mit Staatspräsident Rosen Plevneliev zusammengetroffen. Wichtigstes Thema war die aktuelle Flüchtlingskrise. „Wir sind uns einig, dass der Flüchtlingsstrom in Europa sehr schnell eingedämmt werden muss“, fasste Herrmann zusammen. Bulgarien sichere seine Grenzen bereits sehr vorbildlich und sei damit ein wichtiger Anker in Europa. Die bulgarische Regierung habe auch zugesichert, sich weiterhin für eine gerechte EU-weite Verteilung von Flüchtlingen einzusetzen. Das sei ein wichtiger Baustein zur Lösung der Flüchtlingskrise, sagte Herrmann.

Ein weiteres wichtiges Thema war eine intensivere Polizeizusammenarbeit zwischen Bayern und Bulgarien. „Unser Ziel ist eine in Europa umfassend vernetzte Bayerische Polizei“, so Herrmann. Das betreffe vor allem die Terrorbekämpfung und alle Formen internationaler Kriminalität wie beispielsweise Menschenhandel, Rauschgiftkriminalität und Diebesbanden.

Insbesondere soll dazu der Informationsaustausch zwischen Bayerischer Polizei und bulgarischer Polizei verstärkt werden. „Bei in Europa marodierenden Tätergruppen können wir dadurch schneller reagieren und gezielter fahnden“, so Herrmann. „Wir wollen gerade internationale Einbrecherbanden schneller hinter Schloss und Riegel bringen.“