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Fluchtursachen bekämpfen

Merk: Perspektive durch Hilfe vor Ort

 

Bayern bekämpft aktiv Fluchtursachen. Europaministerin Beate Merk hat anlässlich der Eröffnung einer Handwerkerschule für syrische Flüchtlinge im Libanon klar gemacht, dass der Freistaat diesen Weg weiter ausbauen möchte: „Wir wollen dem Flüchtlingsstrom nach Europa auch durch Hilfe vor Ort begegnen, daher handeln wir und schaffen Perspektiven für junge Menschen in ihrer Heimatregion“, sagte Merk.

Bayern unterstützt die Schule mit rund 400.000 Euro. Merk: „Heute eröffnen wir mehr als eine Handwerkerschule, wir öffnen ein Tor in die Zukunft. Um unser starkes Handwerk und unser duales Ausbildungssystem in Deutschland beneidet uns die ganze Welt. Deshalb setzen wir auch hier auf eine praxisnahe Berufsausbildung.“

Die Ministerin betonte ausdrücklich die Leistungen des Libanon: „Ich weiß, welche Lasten der Libanon in der Flüchtlingskrise schultert. Dafür sage ich unseren libanesischen Freunden von Herzen Dank und Respekt“, sagte Merk.

Die Schule liegt bei Bar Elias in der ca. 50 km östlich von Beirut liegenden Bekaa-Ebene. Projektträger ist der gemeinnützige Verein Orienthelfer e.V., der Hilfe zur humanitären Unterstützung der Opfer des Syrienkonfliktes leistet. Der Libanon ist ein Schwerpunktland des im Juli 2016 beschlossenen Sonderprogramms der Staatsregierung zur Schaffung von Perspektiven für Flüchtlinge in ihren Heimatländern. Mit einer Einwohnerzahl von 4,5 Millionen beherbergt er zusätzlich ca. 1,3 Millionen syrische Flüchtlinge und steht damit vor einer großen humanitären Herausforderung.