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Bayerisches Integrationsangebot

„Frühzeitig mit unseren Werten auseinandersetzen“

Emilia Müller
 

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller fordert von Asylbewerbern, Deutschkurse zu besuchen und sich mit den hiesigen Regeln des Zusammenlebens vertraut zu machen: „Ich erwarte deshalb, dass sich Asylbewerber frühzeitig mit unseren Werten und Normen auseinandersetzen und die in Deutschland geltenden Regeln akzeptieren. Wir haben in Deutschland verbindliche Regeln, die das Handeln aller hier lebenden Menschen leiten sollen - egal welchen Glaubens oder welcher Herkunft sie sind,“ so die Ministerin.  

Ab diesem Jahr werden Deutschkurse um das Modul „Werte und Zusammenleben“ ergänzt. Insgesamt wurde das Kursangebot an rund 400 Standorten verdoppelt. „Gerade weil jeder Asylbewerber unterschiedliche Vorkenntnisse hat, ist dieses individuelle Angebot der freiwilligen Helfer unverzichtbar,“ betonte Müller. Die Ministerin freute sich besonders über den quantitativen Ausbau des Angebots: „Die Umsetzung einer solchen Vielzahl an Kursen ist eine erhebliche Leistung. Die Kursleiter haben hier Großartiges getan, um den Asylbewerbern unsere Sprache zu vermitteln und das Ankommen in unserer Gesellschaft zu erleichtern."

Kritik übte  Müller am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Der Bund müsse sowohl für Anerkannte als auch für Asylbewerber schnellstmöglich flächendeckende Sprach- und Integrationskursangebote mit ausreichenden Kapazitäten schaffen, so Müller. Positiv bewertet die Ministerin allerdings, dass das Bundesamt das bayerische Modell der sprachlichen Erstorientierungskurse nun übernommen hat, um es in einigen Bundesländern zu testen.