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Internationaler Holocaust-Gedenktag

Gemeinsame Gedenkfeier Bayern und Tschechien

 

Historisches Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus: Erstmals haben Bayern und Tschechien am internationalen Holocaust-Gedenktag gemeinsam der Opfer gedacht. Eine Delegation des Bayerischen Landtags nahm an einer Feierstunde im Senat in Prag teil.

Auf dem Programm standen Kranzniederlegungen im ehemaligen KZ-Außenlager Leitmeritz, das dem oberpfälzischen KZ Flossenbürg angegliedert war, sowie in der Gedenkstätte Theresienstadt. Landtagspräsidentin Barbara Stamm wertete das gemeinsame Erinnern als „große Geste der Versöhnung“: „Wir sind für diese Geste und für diese Gelegenheit des gemeinsamen Gedenkens zutiefst dankbar. Sie ist ein großartiges Zeichen dafür, dass wir im Blick zurück, in der gemeinsamen Trauer um die Opfer des Nationalsozialismus trotz allem miteinander vereint sind. Und sie ist ein ermutigendes Symbol dafür, dass wir auch heute die Bedrohungen von Frieden, Freiheit und Menschlichkeit Seite an Seite und gemeinsam bekämpfen“, sagte Stamm.

Der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, betonte: „Die Überlebenden des Holocaust sind es, die uns immer wieder daran erinnern, was nie wieder geschehen darf – das Verwehren freiheitlichen Denkens, das Treten von Menschenrechten mit Füßen, das Ermorden Unschuldiger. Die aktuellen Ereignisse in der Welt machen uns große Sorgen! Umso wichtiger ist der Zusammenhalt demokratisch geführter Nationen gegen jede Form von Extremismus“.