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Marshallplan mit Afrika

Partnerschaft für Entwicklung, Frieden und Zukunft

 

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat Eckpunkte für einen Marshallplan mit Afrika vorgestellt. Müller machte klar, dass die Zusammenarbeit mit Afrika entschieden vorangetrieben werden müsse:

„Wir wollen Reformpartnerschaften mit Reformchampions eingehen. Wer Korruption bekämpft, Steuersysteme aufbaut, in Bildung investiert und auf die Gleichberechtigung der Geschlechter setzt, kann mit mehr Unterstützung von uns rechnen. Entwicklungspolitik allein ist aber nicht die Lösung. Afrika braucht Jobs, die nur die Wirtschaft schaffen kann. Wertschöpfung vor Ort statt Ausbeutung. Die Chancen in Afrika sind riesig, gerade auch für die deutsche Wirtschaft“, sagte Müller.

Der von Müller vorgelegte Marshallplan ist Diskussionsgrundlage für die Zukunftsvision einer künftigen Zusammenarbeit mit dem Kontinent. Müller ruft Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen und Politik dazu auf, die in den Eckpunkten aufgezeigten Vorschläge und Lösungsansätze zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Das Bundesentwicklungsministerium wird dazu eine Vielzahl an Veranstaltungen anbieten und lädt alle Interessierten zu einem Online-Dialog ein.

Zur Umsetzung des Paradigmenwechsels der deutsch-afrikanischen Zusammenarbeit wird das Bundesentwicklungsministerium reformorientierte Partnerländer stärker als bisher unterstützen. 20 Prozent der deutschen Entwicklungsgelder für Afrika will das Ministerium zusätzlich in die Entwicklung dieser Länder investieren. Die deutsche Entwicklungspolitik setzt so Anreize für eine eigenverantwortlich gestaltete nachhaltige Entwicklung.