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Horst Seehofer im Interview mit der PNP

„Bayern als Vorbild für Integration“

Horst Seehofer im Interview
 

CSU-Chef Horst Seehofer hat in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse betont, dass die CSU nicht für die CDU-Wahlergebnisse bei den Landtagswahlen vom vergangenen Wochenende und den Kommunalwahlen in Hessen verantwortlich gemacht werden könne: „Da kann man doch nicht im Ernst sagen, dass diese Wahlergebnisse in vier Bundesländern ihre Ursache in Bayern haben. Wenn Wähler an der Wahlurne die Konsequenzen aus politischen Fehlern ziehen, ist nicht der verantwortlich, der vor den Fehlern gewarnt hat, sondern der, der sie gemacht hat.“ Wichtig sei es nun, den Wählern demütig gegenüberzutreten.

Vorbild im Umgang mit Flüchtlingen

Seehofer mechte deutlich, dass die Integration der Flüchtlinge auf Dauer nur funktionieren könne, wenn die Zuwanderung begrenzt werde. „Wir haben gerade hier in Ost- und Südostbayern ein Vorbild abgeliefert, was Humanität und Mitmenschlichkeit im Umgang mit ankommenden Flüchtlingen angeht. Und ganz Bayern ist Vorbild für die Integration derer, die ein Bleiberecht oder eine hohe Bleibeperspektive haben. Beides kann auf Dauer aber nur funktionieren, wenn die Zahl der Zuwanderer begrenzt wird.“

„Deutschland ist Profiteur“

Weiter betonte der CSU-Chef: „Wenn wir derzeit weniger Flüchtlinge haben, die an Bayerns Grenzen ankommen, dann ist das nicht auf eine politische Entscheidung in Berlin zurückzuführen, sondern ausschließlich auf die Entscheidungen der Länder entlang der Balkanroute, die nun genau das tun, was wir Bayern seit Monaten von der Bundesregierung fordern. Deutschland ist Profiteur des politischen Handelns von Österreich bis Mazedonien,“ so Seehofer.