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Stellenabbau bei Siemens

Kabinett beschließt Aktionsplan

Kabinett Aldersbach
 

Die Bayerische Staatsregierung hat nach dem angekündigten Stellenabbau bei Siemens einen Aktionsplan für besonders betroffene Standorte beschlossen. Dieser sieht einen engen Schulterschluss von Staatsregierung, Siemens, der Arbeitsverwaltung sowie Kommunen, des Betriebsrates und der IG-Metall vor. Ministerpräsident Horst Seehofer: „Primäres Ziel wird sein, dass wir Ersatzarbeitsplätze von Siemens nach Ruhstorf bewegen wollen.“     

Die Staatsregierung fordert vom Konzern auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, alle Altersteilzeitmöglichkeiten auszuschöpfen und Arbeitsplatzwechsel sowie Weiterqualifizierung zu unterstützen. Laut Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner soll der Landkreis  Passau durch aktive Ansiedlungspolitik zudem zu einer Schwerpunktregion für die gezielte Akquise von Investitionen gemacht werden: „Wir werden alles unternehmen, um den Betroffenen zu helfen und die Menschen in diesem industriellen Umbruch zu unterstützen.“   

Siemens hatte angekündigt, rund 2.000 Arbeitsplätze in Deutschland zu streichen oder zu verlagern. Betroffen sind 750 Arbeitsplätze in Nürnberg, rund 700 Stellen im niederbayerischen Ruhstorf, etwa 350 in Bad Neustadt/Saale und gut 150 in Erlangen.

Seehofer wird mit Verantwortlichen von Siemens sowie der bayerischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit weitere Gespräche führen.