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Seehofer in der Ukraine

„Großes Interesse an echter Partnerschaft“

Seehofer und Poroschenke
 

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat bei einem Besuch in Kiew für intensivere Beziehungen zwischen Bayern und der Ukraine geworben. „Wir haben ganz, ganz großes Interesse, dass sich die Beziehung zu einer echten Partnerschaft entwickelt“, betonte Seehofer. Aufgrund der Krisen in der Ukraine haben in der jüngeren Vergangenheit auch die Beziehungen zu Bayern gelitten.  

Seehofer hat in Kiew neben dem Ministerpräsidenten Wladimir Groisman auch den Präsidenten der Ukraine Petro Poroschenko getroffen. „Das war heute ein sehr lehrreicher Tag mit dem Höhepunkt jetzt hier beim Präsidenten“, so Seehofer. Weiterhin hat sich Seehofer mit dem Oberbürgermeister Kiews, Vitali Klitschkow getroffen.   

Neben einer engeren Kooperation zwischen Bayern und der Ukraine sprachen die beiden Ministerpräsidenten über die Beziehungen zur Russland. Groisman betonte, dass die EU die Sanktionen gegen Russland nicht aufweichen dürfe. Seehofer erklärte, er könne die Aussagen Groismans gut verstehen. Wie bei seinem Besuch bei Putin im März wolle er sich aber nicht an den gegenseitigen Schuldzuweisungen beteiligen. Beide Seiten müssten ihre Aufgaben erfüllen, damit der Friedensprozess eine Chance habe, so der bayerische Ministerpräsident.    

Weiterhin hat Seehofer Groisman zu einem Gegenbesuch in Deutschland eingeladen. An dem Treffen sollten von deutscher Seite hochrangige Vertreter aus Bildung und Wirtschaft teilnehmen. Bayern werde den Prozess in der Ukraine weiter in jede Richtung unterstützen. „Bayern ist jetzt ihr Freund, aber Kanzlerin Angela Merkel ist der beste Freund“, sagte Seehofer.