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5. CSU-Netzkongress

Spielend gesund – oder alles nur ein Spiel mit den Daten?

CSU-Netzkongress
 

Welche Auswirkungen Technologien aus der Games-Branche für den medizinischen Bereich haben, mit dieser Frage befasste sich der 5. CSU-Netzkongress in München. Fitness-Apps, Smart Watches, Live-Streaming während einer Operation mittels spezieller Brille – das Innovationspotential scheint unendlich, aber die Hürden auf dem deutschen Gesundheitsmarkt sind bisher sehr hoch. Datenhoheit der Patientinnen und Patienten, Schutz vor Datenmissbrauch in hochsensiblen Bereichen und Vernetzungen für neue digitale Anwendungen scheinen nur schwer miteinander vereinbar.

Die Vorsitzende des CSU-Arbeitskreises CSUnet, Staatssekretärin Dorothee Bär: "Nach dem Mobile Health Market Report werden die Umsätze mit mobilen Gesundheitsangeboten bis 2017 weltweit ein Umsatzvolumen von 26 Milliarden Dollar erreichen. Durch Assistenzsysteme und digitale Fitnesstools wird es immer einfacher, den eigenen Lebensstil zu analysieren und bestimmte Werte zu überprüfen. Chronische Krankheiten hängen oft vom Verhalten der Patienten im Lebenskontext ab. Und genau hier können IT- Lösungen ansetzen, um dieses Verhalten positiv zu beeinflussen."

Bayerns Justizminister Winfried Bausback betonte: "Die digitale Entwicklung bietet auch neue Möglichkeiten bei der Patientenversorgung und der Telemedizin. Mit Apps lässt sich bei Patienten die Einnahme von Medikamenten besser und zuverlässiger steuern."

Der Landesvorsitzende der Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CSU (GPA) Christian Alex sagte: "Die Digitalisierung verändert auch das Arztsein und die Zusammenarbeit innerhalb der Berufe. Es stellt sich die Frage: wie sieht Qualitätssicherung hier aus, wer stellt welche Informationen ins Netz? Sind die Informationen für mich als Arzt, Patient oder Apotheker auch gesichert? Die Digitalisierung kann Strukturen in der Versorgung verändern und dadurch die Zusammenarbeit der im Gesundheitswesen Tätigen verbessern."

Anschließend diskutierte Dorothee Bär zusammen mit Prof. Dirk Heckmann von der Universität Passau und dem Geschäftsführer von Serious Games Solution Ralph Stock, dem Geschäftsführer von SmartPatient Sebastian Gaede, dem Geschäftsführer des GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche Thorsten Unger und dem Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware Maximilian Schenk.