
Alles wird gut: Nina Ruge zu Gast bei Söder
Eine der bekanntesten Moderatorinnen der deutschen Fernsehlandschaft zu Gast bei der Talk-Reihe "Menschen & Medien" der CSU-Medienkommission: Nina Ruge sprach am Mittwoch, den 23. Mai 2007, vor rund 200 Gästen im Nürnberger Presseclub mit CSU-Generalsekretär und Medienkommissions-Chef Markus Söder über ihre Pläne und Ideen.
Ruges Werdegang
Angesprochen auf ihre Rückenprobleme erzählte Ruge, sie sei komplett geheilt und beschwerdefrei und gab Tipps aus ihrem jüngst veröffentlichten Buch "Das Geheimnis eines gesunden Rückens". "Ich habe immer die Chancen ergriffen, die sich mir geboten haben", kommentiert Ruge ihre Lebenseinstellung. Dieses Motto spiegelt sich auch in dem Werdegang Ruges wider. Die studierte Lehrerin unterrichtete zunächst einige Jahre Deutsch und Biologie am Gymnasium in Wolfsburg, bevor es sie dann zum Film nach Berlin zog. "Eigentlich wollte ich immer hinter die Kamera", erzählt sie schmunzelnd. Nach ersten Erfahrungen als Skriptgirl und Regieassistentin bei Spielfilmproduktionen, begann sie ihre Karriere im ZDF als Comoderatorin beim "heute journal". "Gerade im Nachrichtenbereich waren es kurz vor dem Fall der Mauer sehr spannende Zeiten", erinnert sich die TV-Moderatorin.
Mit Pannen und Versprechen Erfahrungen machen
Die Gäste erfuhren, dass es Ruge bei der Vorbereitung auf ihre Sendungen schon immer ein großes Anliegen war, so authentisch wie möglich den Zuschauern gegenüber zu sein. "Dabei muss man auch mit Pannen und Versprechern seine Erfahrungen machen, aus denen man wieder schöpfen kann", erklärt sie weiter. So erinnert sie sich gerne an den Blitzeinschlag im "heute journal"-Studio. Statt dem gewohnten TV-Bild war in den Wohnzimmern plötzlich nur noch der Ton zu hören. Ihre Zeit bei "heute nacht" beschreibt sie als "äußerst schwierig". Grund dafür war unter anderem, dass Ruge im Gegensatz zu ihrem Konkurrenten Heiner Bremer vom "RTL-Nachtjournal" mit wechselnden Sendezeiten und schlechten Quoten zu kämpfen hatte.
"Krisen sind eine Chance"
Die Entscheidung zum Wechsel von den Nachrichten zum Boulevardmagazin "Leute heute" begründet Ruge damit, dass sie die Arbeit an einem neuen Programmformat gereizt habe. Dabei hatte sie zunächst sehr mit dem Image einer "Traschtante" zu kämpfen. Besonders geärgert habe sie sich darüber, dass zwischen ‚seriösem’, also all den Geschichten, die in der Szene geschehen und ‚Schmuddel’-Boulevard nicht unterschieden werde. Bei der Berichterstattung hat Ruge seit jeher eine klare Grenze gezogen: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Auf die Frage, welches ihre liebsten Gesprächspartner waren, nennt Ruge die Schauspieler Pierce Brosnan, Hellen Mirren und Bruno Ganz. Mit dem Ausspruch "Alles wird gut" am Ende ihrer Sendung wollte sie ein Stück ihrer Lebensphilosophie transportieren. "Krisen sind meist eine Chance", sagt sie.
Pläne und Ideen nach "Leute heute"
Auch wenn sie sich nach dem Ende bei "Leute heute" auf mehr Zeit mit ihrem Ehemann freue, so hat sie nach wie vor viele Pläne und Ideen. Neben ihrem Engagement für UNICEF und ihrer Schirmherrschaft für das "Netzwerk von und für behinderte Frauen und Mädchen in Bayern" freue sie sich auf die Talkshow rund um das Thema Lebenshilfe als Sommervertretung von Johannes B. Kerner. Außerdem erscheint im Herbst der zweite Band ihrer erfolgreichen Kinderbibel.
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