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05.02.2011
Diskussion über zunehmende Internationalisierung
Die CSU-Wirtschaftskommission stellte sich aktuell dem wichtigen Thema Globalisierung und kam dazu in den Räumen der privaten Hochschule Campus M21 in München zusammen. Unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Staatsminister Georg Fahrenschon, diskutierten die Mitglieder zusammen mit dem Präsidenten der TU München, Herrn Prof. Wolfgang A. Herrmann, dem Geschäftsführer der Dräxlmaier Group, Herrn Fitz Dräxlmaier, und dem Leiter des Campus M21, Herrn Prof. Heinrich Wiedemann, die große Zukunftsherausforderung "Internationalisierung in Wissenschaft und Wirtschaft".
Zunehmende Internationalisierung verstärkt den Wettbewerbsdruck
"Die fortschreitende Internationalisierung und Globalisierung vieler Lebensbereiche führt schon seit geraumer Zeit dazu, dass Unternehmen und Wissenschaft in Bayern sich einem stärker werdenden globalen Wettbewerb stellen müssen", so Fahrenschon zu Beginn der Sitzung. "Die zunehmende Internationalisierung verstärkt den Wettbewerbsdruck, eröffnet für bayerische Produkte und Dienstleistungen aber auch weltweite Chancen. Diese zu erkennen und zu nutzen ist unsere Aufgabe, wenn wir weiterhin an der Spitze der wirtschaftlichen Entwicklung stehen wollen."
Fahrenschon betont tiefere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft
Prof. Wiedemann stellte den noch jungen Campus M21 vor. Unter dem Motto "privat studieren – staatlich abschließen" wird durch projektbasierten Unterricht eine neue Lernkultur eingeführt. Fahrenschon betonte, wie wichtig eine noch tiefer gehende Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ist und sieht im projektbasierten wissenschaftlichen arbeiten eine gute Möglichkeit, diese weiter zu intensivieren.
Internationalität bedeutet Verbindung der Heimat mit der Welt
Dem pflichtet der Präsident der TU München, Prof. Herrmann, bei. "Nur so werden wir den Anschluss an die Weltspitze halten können." Wissenschaft und Wirtschaft geben gemeinsam die Visitenkarte Bayerns in der Welt ab. Internationalität bedeutet die Verbindung der Heimat mit der Welt. Um dies zu gewährleisten, stellt er drei klare Forderungen auf: "Erstens müssen wir uns dem internationalen Wettbewerb stellen. Zweitens müssen wir unsere weltoffene und tolerante Gesinnung in Bayern beibehalten, damit drittens die besten Arbeitskräfte der Welt nach Bayern kommen und sich hier wohlfühlen. Im Gegenzug müssen sich auch unsere Arbeitskräfte international betätigen. So erhalten wir Botschafter für Bayern in der Welt. Dies ist entscheidend für einen auch künftig starken Standort Bayern", sagte Prof. Herrmann. Der Austausch von Fachkräften ist notwendig und wichtig. Hierbei muss jedoch auf das richtige Maß geachtet werden, um ein "Ausbluten" einzelner Länder zu verhindern.
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Produktion an den Märkten der Zukunft
Aus unternehmerischer Sicht beleuchtete der stellvertretende Vorsitzende der Wirtschaftskommission Fritz Dräxlmaier das Thema. Mit seiner Firmengruppe entwickelt und produziert er an 50 Standorten weltweit moderne Bordnetzsysteme sowie Fahrzeuginterieur für namhafte Automobilhersteller. Es ist wichtig, nah an den Märkten der Zukunft zu produzieren, um die Bedürfnisse der Leute vor Ort aufzunehmen und um so Weltmarktführer zu bleiben. Besonderen Wert legt er dabei auf die gute Ausbildung seiner Mitarbeiter. So nutzt er das erfolgreiche duale Ausbildungssystem nach bayerischem Vorbild auch international.
Schwerpunktsteuerung in der Wissenschaft gefordert
Auf die Frage des Vorsitzenden, wie das Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung verbessert werden könnte, nannte Prof. Herrmann als erste Maßnahme eine gewisse Schwerpunktsteuerung in der Wissenschaft. Dabei soll in keiner Weise die Autonomie der Hochschulen in Frage gestellt werden, sondern durch Kooperation verstärkt mit Wirtschaft und Verwaltung bestimmte Schwerpunkte vertieft werden.
Wertvolle Potenziale der ländlichen Räume optimal nutzen
Aus aktuellem Anlass wurde auch die Zukunft der ländlichen Räume in der internationalisierten Welt diskutiert. Für Staatsminister Fahrenschon steht das gute Zusammenspiel zwischen Ballungsraum und ländlichen Raum außer Frage. "Die wertvollen Potentiale der ländlichen Räume müssen optimal genutzt werden" so Fahrenschon, "gemeinsames Ziel ist es, Bayern gemeinsam voranzubringen und im schärfer werdenden globalen Wettbewerb weiter an der Spitze zu halten" Als Ergebnis der breiten und ertragreichen Diskussion in der Kommission konnte Fahrenschon feststellen, dass "viele Unternehmen und die Politik in Bayern in Bezog auf die weitere Globalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft sehr gut aufgestellt sind, aber weitere Anstrengungen unverzichtbar sind. Die Wirtschaftskommission der CSU sieht vor allem die Notwendigkeit stärkerer Schwerpunktbildung auch in der Wissenschaft und wird hierzu an konkreten Vorschlägen arbeiten.
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