Artikel

13.12.2011
Arbeitskreis Energiewende gestartet
Zur Gründungsveranstaltung des AKE waren zahlreiche Interessierte erschienen. Es musste zusammengerückt werden im Restaurant "franz josef". "Der große Andrang freut mich sehr", so der kommissarische Landesvorsitzende und Erlanger Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis. Dieser war bereits überfüllt von den vielen Interessierten. "So wird die Wichtigkeit des neuen Arbeitskreises zusätzlich verdeutlicht."
Dr. Balleis zum Vorsitzenden gewählt
Zunächst stellte Dr. Balleis die Herausforderungen der Energiewende und die damit zusammenhängende Stoßrichtung für den AKE vor. Darauf folgte eine intensive Diskussion, in der verschiedenste Standpunkte und bereits begonnene Maßnahmen dargestellt wurden. Bei der anschließenden Wahl des Landesvorstands wurde Dr. Balleis mit über 92% der Stimmen der anwesenden Gründungsmitglieder zum Vorsitzenden gewählt. Nach der Wahl der vier stellvertretenden Vorsitzenden, des Schriftführers, des Schatzmeisters und der 15 Beisitzer stand der neue Vorstand fest, der sich schon im Januar zu seiner konstituierenden Sitzung treffen wird, um sofort "in medias res" zu gehen.
Lösungen für Energielücke erarbeiten
Die Vielzahl der anwesenden Vertreter aus Kommunal (KPV) - und Umweltpolitik (AKU), Mittelstand (MU), Forschung (AKH) und Landwirtschaft (AGL) machte deutlich, dass dieser Arbeitskreis neben der Erarbeitung neuer Lösungsvorschläge auch die unterschiedlichen Aspekte der bestehenden Arbeitskreise vernetzen und überspannen muss. So müsse der AKE vorhandene Positionen zusammenführen, bisherige Lösungen hinterfragen und gegebenenfalls Neue erarbeiten. Durch den Wegfall des in bayerischen Kernkraftwerken erzeugten Stroms werde eine Energielücke entstehen. Diese gelte es mit der Errichtung vielfältigster groß- und kleintechnischer Neubauten in Bayern auszugleichen. Es sei mit der Entstehung neuer Gas-und-Dampfkraftwerke, Windräder, Biogasanlagen, Laufwasserkraftwerke und Mittel- und Hochspannungsleitungen zu rechnen. Zudem werde auch der Neubau von Pumpspeicherkraftwerken oder mittelfristig anderer neuer Speichertechnologien notwendig werden.
Diskussion mit Forschern, Kommunen und Bürgern
All dies "erfordert einen intensiven und interdisziplinären Diskussionsprozess", so Dr. Balleis. Dazu gehöre der Kontakt zu Vertretern der Forschung, die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen und die Überzeugung ökonomisch-emotional Betroffener. Diese Entwicklungen auf eine breite Basis zu stellen und einen möglichst hohen Anteil der Bevölkerung einzubinden, werde Kernaufgabe des neu gewählten Vorstandes sein. Dem frisch gewählten Landesvorsitzenden ist es ein großes Anliegen, entsprechende Handlungsvorschläge an den Landes- und Bundesgesetzgeber heranzutragen. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, legislative und administrative Hindernisse zu identifizieren und zu beseitigen", so Dr. Balleis.
Lesen Sie mehr zum Thema
Um diesen Beitrag kommentieren zu können, müssen Sie registriert bzw. angemeldet sein.





