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11.01.2012

Keine faktische Rentenkürzung durch Rente mit 67

Die schrittweise Erhöhung der Lebensarbeitszeit auf 67 bis zum Jahr 2029 ist die richtige Antwort auf die demografische Entwicklung. Das hat CSU-Chef Horst Seehofer im heutigen Interview mit der Passauer Neuen Presse noch einmal deutlich gemacht. Gleichzeitig müssen aber die Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer über 50 spürbar verbessert werden. Ansonsten kommt es zur faktischen Rentenverkürzung. "Das wäre nicht fair. Es geht nicht, dass Arbeitgeber einen Mangel an Fachkräften beklagen, aber zu wenig ältere Arbeitnehmer beschäftigen", so Seehofer. Deshalb werde er für mehr Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern kämpfen. "Die Frühverrentung muss gestoppt und mehr Arbeit für Ältere geschaffen werden."

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12.01.2012
Klaus-Dieter

Rente mit 67

Die Rente mit 67 ist im Grunde eine gute Idee um ältere Arbeitnehmer länger im Arbeitsprozess zu belassen und um die Folgen des demographischen Faktors in Deutschland zu mildern.

Auch wenn unser erster Bundeskanzler Konrad Adenauer der Ansicht war,
"Wissen Sie, Kinder kriegen die Leute immer", mit diesem Satz hatte der sonst so kluge Kanzler unrecht.

Die Rentenreform von 1992 hat hinsichtlich einer Fehlentwicklung in unserem Sozialsystem, eine Änderung in ihren Zielen erfahren. Mit Einführung des demographischen Faktors sollte sich die Rentenentwicklung nicht mehr an Fiskalpolitischen Zielen orientieren sondern an den voraussehbaren Entwicklungen, die da währen; steigende Lebenserwartung, länger Ausbildungszeiten, früheres Ausscheiden aus dem Berufsleben sowie der abnehmenden Zahl an Neugeborenen.

Der demographische Faktor wurde anlässlich der Rentenreform 1999, von Rot- Grün wieder aus der Rentenformel gestrichen. Was durch die Überalterung unserer Gesellschaft zu den heutigen leeren Kassen führte.

Aber zum Zeitpunkt 1972, möchte ich dieser Fehleinschätzung fast mit einem großen JA beantworten, den seit den 70 Jahren gab es statistische Berechnungen über die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur und spätestens bei der Rentenreform 1972 (SPD) wäre ein Handeln notwendig gewesen.

Ich frage mich jedoch, ob auch die jüngeren Mitglieder der CSU die Rente mit 67 Jahren wollen und damit einverstanden sind. Meine Erfahrungen in den letzten 9 Jahren haben mir einen anderen Eindruck vermittelt, selbst die CSU (in meinem Ortsverband in München
(M.-B.)) deren Hauptwähler ja die älteren Mitglieder und Bürger sind, vermittelt ein anderes Bild und einen negativen Eindruck älteren Mitgliedern gegenüber.

Ältere Mitglieder werden regelrecht aus den Ortsverbänden vertrieben, deshalb verwundert es nicht, dass sich Kreisverbände zusammenschließen müssen, damit überhaupt noch genug Mitglieder zu den Veranstaltungen kommen.

Wie in allen Bereichen Deutschlands ist auch in der CSU ein demographischen Faktors nicht mehr zu leugnen, diesen kann man aber nicht mit Augen schließen leugnen, sondern das vorhandene Potenzial und das Wissen und die Erfahrungen der Älteren nutzen, die eine hohe Kompetenz besitzen. Auch die Jüngeren sollten die älteren Mitglieder weiterhin in der Partei akzeptiert und nicht bereits mit 60 Jahren wie alte, senile Säcke behandeln und nicht mehr ernst nehmen.

Das Altern und das Alt werden bleibt auch den jungen Mitgliedern in unserer Partei nicht erspart.

 

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