
1965 - 1974
1965
9. April
Der Wehrpolitische Arbeitskreis wird gegründet (WPA), zum Gründungsvorsitzenden Erwin Lauerbach bestimmt.
19. September
Bei der Bundestagswahl erreicht die CSU 55,6 Prozent (im Bundesdurchschnitt 9,6 Prozent), 49 (19,5 Prozent von 251) Abgeordnete bilden die Landesgruppe. Der neuen Bundesregierung unter Bundeskanzler Ludwig Erhard gehören die Minister Richard Jaeger (Justiz), Hermann Höcherl (Ernährung, Landwirtschaft und Forsten), Richard Stücklen (Post- und Fernmeldewesen), Alois Niederalt (Bundesrat) und Werner Dollinger (Schatz bzw. Wirtschaftliche Zusammenarbeit) an.
9. Dezember
Maria Probst wird zur Vizepräsidentin des Bundestages gewählt (1965-1967).
1966
13. März
Bei den Kommunalwahlen erreicht die CSU 40 Prozent.
7. November
Die Hanns-Seidel-Stiftung wird gegründet und nimmt 1967 ihre Arbeit auf. Der erste Vorsitzende ist Fritz Pirkl, der dieses Amt bis zu seinem Tod am 19.8.1993 bekleidet.
20. November
Bei der Landtagswahl gewinnt die CSU 48,1 Prozent oder 110 Sitze.
30. November
Nach dem Rücktritt Ludwig Erhards als Bundeskanzler, bildet der neue Kanzler Kurt Georg Kiesinger (1966-1969) eine große Koalition. Franz Josef Strauß wird Finanzminister (1966-1969), die weiteren CSU-Minister sind Hermann Höcherl (Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) und Werner Dollinger (Post- und Fernmeldewesen). Richard Stücklen wird Landesgruppenvorsitzender (1966-1976).
5. Dezember
Alfons Goppel bildet sein zweites Kabinett. Erstmals gehören alle Regierungsmitglieder der CSU an.
1967
29. März
In Berchtesgaden stirbt Fritz Schäffer (gebren am 12.5.1888).
1. April
Max Streibl löst Anton Jaumann als Generalsekretär (1967-1971) ab.
Mai
Nach dem Tod von Maria Probst übernimmt Richard Jaeger wieder das Amt des Bundestagsvizepräsidenten (1967-1976), das er schon von 1953-1965 ausübte.
1968
Juni
Die Frauenarbeitsgemeinschaft (FAG) ändert ihre Bezeichnung in Frauen-Union (FU).
12./13. Juli
Die CSU ändert nach der Landesversammlung vom 12./13. Juli die Bezeichnung ihrer Gremien: Landesversammlung, Landesvorsitzender, Geschäftsführender Landesvorstand und Landesausschuß werden Parteitag, Parteivorsitzender, Präsidium und Parteiausschuß.
14. Dezember
Der Parteitag beschließt ein neues Grundsatzprogramm und schafft den Posten eines dritten stellvertretenden Landesvorsitzenden. Als erste Frau wird Mathilde Berghofer-Weichner stellvertretende Parteivorsitzende.
1969
28. September
Nach dieser Bundestagswahl regiert zum ersten Mal eine Koalition aus SPD und FDP, Willy Brandt wird Bundeskanzler (1969-1974). Mit 54,4 Prozent (im Bundesdurchschnitt 9,5 Prozent) der Stimmen stellt die CSU 49 Abgeordnete (19,6 Prozent von 250 Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion).
1970
22. November
Bei der Landtagswahl steigert die CSU ihren Stimmenanteil von 48,1 Prozent im Jahr 1966 auf 56,4 Prozent und besetzt damit 124 Sitze. Ministerpräsident wird wieder Alfons Goppel (Kabinett Goppel III). Neu geschaffen wird das Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, das erste seiner Art in Deutschland. Zum Staatsminister wird der bisherige Generalsekretär Max Streibl berufen.
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1971
14. Mai
Gerold Tandler übernimmt das Amt des Generalsekretärs (1971-1978). Er leitet in Anlehnung an die Gebietsreform große organisatorische Umstrukturierungen in der Parteiorganisation ein. Der Parteivorsitzende Franz Josef Strauß stellt dem neuen Generalsekretär mit Florian Harlander (1971-1982) einen Landesgeschäftsführer zur Seite. Seither bestehen beide Ämter offiziell nebeneinander.
16./17. Oktober
Jubiläumsparteitag der CSU in München: 25 Jahre CSU.
1972
15. März
Alfred Seidl (1972-1974) löst Ludwig Huber als CSU-Fraktionsvorsitzenden ab.
11. Juni
Bei den Kommunalwahlen stimmen 45,6 Prozent für die CSU.
19. November
Bei der vorgezogenen Bundestagswahl erreicht die CSU 55,1 Prozent der Stimmen in Bayern (9,7 Prozent im Bundesdurchschnitt). Sie stellt 48 Abgeordnete (20,5 Prozent der 234 Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion).
1973
24. Januar
Nach ersten Gründungen 1962 und 1963 wird der Gesundheitspolitische Arbeitskreis (GPA) neu gegründet.
22. Mai
Auf Initiative von Franz Josef Strauß reicht die Bayerische Staatsregierung Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen den Grundlagenvertrag der Bundesrepublik Deutschland mit der DDR ein.
31. Juli
Das Bundesverfassungsgericht verkündet sein Urteil zum Grundlagenvertrag mit der DDR und stellt darin klar, in welcher Auslegung dieser Vertrag mit dem Grundgesetz (GG) vereinbar ist. Es bestätigt die Auffassung der CSU und der Bayerischen Staatsregierung, wonach Deutschland als Ganzes fortbesteht, die Bürger der DDR deutsche Staatsangehörige im Sinne des GG sind, und die Wiederherstellung der Einheit Deutschlands Aufgabe aller Verfassungsorgane bleibt.
27.-30. September
Die CSU beschließt auf ihrem Parteitag, eine Grundsatzkommission unter dem Vorsitz Theo Waigels (1973-1988) einzusetzen.
1974
Februar
Nach 21 Jahren findet der "Politische Aschermittwoch" - bisher in Vilshofen - zum ersten Mal in der Nibelungenhalle in Passau statt.
1. August
In München stirbt Alois Hundhammer (geboren am 25.2.1900 in Moos bei Forstinning, Landkreis Ebersberg).
7. September
In Augsburg findet die erste Landesversammlung der Schüler-Union statt. Ihr erster Bezirksverband war 1972 in der Oberpfalz gegründet worden. Sie ist eine Arbeitsgemeinschaft der Jungen Union mit eigenständiger Mitgliedschaft und Organisation.
27. Oktober
Die CSU erzielt mit 62,1 Prozent Stimmen und 132 Sitzen bei der Wahl zum 8. Bayerischen Landtag ihr bisher bestes Ergebnis.
12. November
Landtagspräsident Rudolf Hanauer und Ministerpräsident Alfons Goppel werden in ihren Ämtern bestätigt (Kabinett Goppel IV). Erstmals wird mit der Berufung Mathilde Berghofer-Weichners zur Staatssekretärin im Kultusministerium in Bayern eine Frau Mitglied des Kabinetts. August Lang (1974-1982) löst Alfred Seidl als Fraktionsvorsitzenden ab.





