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Bericht zur konstituierenden ASP-Landesvorstandssitzung

ASP Landesvorstand diskutiert Situation in der Ukraine

 

Am 5. April kam der neu gewählte Landesvorstand des ASP unter Leitung von Bundesminister Christian Schmidt, MdB in Regensburg zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Die Zusammenkunft stand unter dem Vorzeichen der politischen Diskussion um die Ukraine sowie organisatorischer Fragen.

Im ersten Teil konnte Prof. Jerzy Maćków von der Universität Regensburg begrüßt werden, der von seinen persönlich gewonnen Eindrücken in den letzten Wochen und Monaten in der Ukraine berichtete und u.a. folgende Aspekte betonte: die EU fand und findet in der internationalen Auseinandersetzung um die Ukraine und die Annektierung der Krim durch Russland nicht statt. Nur die europäischen Nationalstaaten seien aktiv. Das sei sehr schade, denn die Ukraine bräuchte jetzt nicht nur finanzielle Unterstützung bei der mittelfristigen Umwandlung der Ukraine zu einem Rechtstaat und einer sozialen Marktwirtschaft, sondern vor allem auch organisatorische und technische Hilfe bei der Stabilisierung der Übergangsregierung. Die Menschen setzten große Hoffnungen in die Unterstützung der EU und es wäre ein herber Rückschlag, wenn diese Hoffnungen vollkommen enttäuscht würden. Denn in der Ukraine handelte es sich um einen Wandel in der vollen Breite der ukrainischen Gesellschaft, was sich wesentlich von der orangenen Revolution von vor 10 Jahren unterscheide. Zudem wies Prof. Maćków in Bezug auf Russland darauf hin, dass die russische Gesellschaft in ihrer Geschichte nie eine Nation geworden sei. Russland und dessen Gesellschaft habe immer in imperialen Dimensionen gedacht, weshalb die russische Gesellschaft nach dem Ende der Sowjetunion ins Leere fiel und Putins Vorgehen auf der Krim derzeit in Russland in breiten Schichten auf Zustimmung treffe.