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ASP Kreisverbände Oberbayern

Besuch der Abteilung Süd des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe

 

Am Montag, 21.03.2016 besuchte der ASP-Kreisverband München-Land die Abteilung Süd des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe in Kaufbeuren. Wie immer wurden auch die anderen Kreisverbände des ASP in Oberbayern dazu einge-laden. So konnte dann eine Reisegruppe mit Vertretern aus den ASP-Kreisverbänden Landsberg/Lech, München-Land, Neuburg/Donau und Pfaffenhofen die Fahrt nach Kaufbeuren antreten.

Bei den sicherheitspolitischen Gesprächen im Prinz Carl Palais im vergangenen Jahr wurde der Besuch zwischen dem ASP-Kreisvorsitzenden und dem Kommandeur vereinbart.

Der Jugendoffizier Augsburg, Hauptmann Peter Rief, organisierte diese „sicherheitspolitische Informationsfahrt für Multiplikatoren“. Das bedeutet, er setzte die Absprachen um, die unser Vorstandsmitglied Klaus Schmidt im Vorfeld getroffen hatte. Mit einem Bus der Bundeswehr fuhren wir von der Fürst Wrede Kaserne in München nach Kaufbeuren. Dort wurden wir bereits an der Wache vom Kommandeur, Oberst Dr. Volker Pötzsch, begrüßt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen begann das hervorragend gestaltete Programm der Abteilung Süd des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe.

Vor einem der ersten Starfighter der Bundeswehr wurde zum Gruppenfoto Aufstellung genommen.

Oberst Dr. Pötzsch brachte uns in einem fast eineinhalbstündigen Briefing den Standort und die Dienststelle nahe.

Bereits 1918 erfolgte die erste Landung eines Flugzeugs auf der Wiese, die heute das Flugfeld ist. 1934 wurde eine Verkehrsfliegerschule eingerichtet. 1938 übernahm die Luftwaffe das Areal. 1945 besetzten die US-Streitkräfte den Platz und richteten dort zunächst ein Militärgefängnis für ihre Armeeangehörigen ein. Es wurde ein US-Transportgeschwader stationiert, das sich auch an der Luftbrücke für Berlin beteiligte. Sehr früh, 1954, wurde mit dem Aufbau eines technischen Ausbildungszentrums begonnen, das dann 1957 von der Luftwaffe übernommen wurde. Aus diesem Ausbildungszentrum entstand die Technische Schule der Luftwaffe 1, die im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr Ende des Jahres 2013 aufgelöst und mit Teilen in die derzeitige Abteilung Süd des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe überführt wurde.

Für die Garnisonsstadt Kaufbeuren ist der Fliegerhorst mit seinen ca. 400 Soldatinnen und Soldaten, ca. 140 zivilen Mitarbeitern und den Lehrgangsteilnehmern ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor. Oberst Dr. Pötzsch ordnete seine Dienststelle in das Team Luftwaffe ein vom Kommando Luftwaffe über das Luftwaffentruppenkommando, das Technische Ausbildungszentrum der Luftwaffe in Faßberg bis zur Abteilung Süd in Kaufbeuren.

Das Technische Ausbildungszentrum der Luftwaffe - Abteilung Süd - führt die Aus- und Weiterbildung von Offizieren, Unteroffizieren, Mannschaften und Zivilbeschäftigten der militärischen Organisationsbereiche Heer, Luftwaffe, Marine - und Streitkräftebasis auf den verschiedensten Gebieten durch. Das Spektrum der Ausbildung erstreckt sich von der Grundlagenausbildung für Luftfahrzeugtechnik über die Waffensysteme Tornado und Eurofighter und deren Bewaffnung, die Militärische Flugsicherung und die computergestützte Betriebsführung. Im Jahr werden 184 verschiedene Lehrgangstypen mit circa 400 Lehrgängen und etwa 3250 Lehrgangsteilnehmern durchgeführt. Im Durchschnitt befinden sich 400 Lehrgangsteilnehmer täglich vor Ort

Nach dieser umfangreichen Information durften wir uns auf drei Stationen die Praxis ansehen.

Der Fachbereich Militärische Flugsicherung verfügt mit einem modernen Ausbildungszentrum über neue technische Dimensionen und methodische Möglichkeiten. Als Lehrer sind Offiziere, Unteroffiziere, Beamte und Angestellte eingesetzt. In einem Tower-Simulator konnten wir uns von der hohen Qualität heutiger Simulationstechnik überzeugen. Die Firma e.Sigma, deren Geschäftsführer eines unserer ASP-Mitglieder ist, zauberte einen fiktiven Fliegerhorst vor die „Fenster“ des Tower. Realistische Überflüge unterschiedlicher Luftfahrzeuge, einschließlich Schattenwurf auf den „Grasflächen“ beeindruckten neben den Ausbildungsplätzen für die künftigen Fluglotsen. Die darunter liegenden Kontrollräume verfügen über zahlreiche Computer-Arbeitsplätze, an denen die Kontrolle des Luftraums gelehrt und geübt wird.

Nach der Flugsicherungsausbildung, die künftig zusammen mit der zivilen Flugsicherungsausbildung in Kaufbeuren durchgeführt werden wird, fuhren wir in eine der Flugzeughallen, in denen die Aus- und Weiterbildung von Offizieren, Unteroffizieren, Mannschaften und Zivilbeschäftigten der militärischen Organisationsbereiche Heer, Luftwaffe, Marine und Streitkräftebasis durchgeführt wird. Das Spektrum der Ausbildung erstreckt sich von der Grundlagenausbildung für Luftfahrzeugtechnik über die Waffensysteme Tornado und Eurofighter und deren Bewaffnung.

In der ostwärtigen Flugzeughalle fanden wir drei Eurofighter als Ausbildungsobjekte. Genau gegenüber auf der westlichen Seite des Flugfelds konnten wir in die Halle mit drei Tornados. Durch die jeweils drei „Echtgeräte“ ist es möglich, die Ausbildungsgruppen relativ klein zu halten und so den Ausbildungserfolg zu erhöhen.

Nach so viel Praxis war es Zeit sich zu erholen. Eine kurze Fahrt zum außerhalb liegenden Offizierheim und dort beantwortete Oberst Dr. Pötzsch bei Kaffee und Gebäck geduldig alle aufgestauten Fragen. Ulrich-Peter Staudt bedankte sich im Namen aller Teilnehmer für den außerordentlich sorgfältig organisierten und vorbereiteten und in der Durchführung beeindruckenden Nachmittag in Kaufbeuren.

Als Dank überreichte er dem Kommandeur einen Wimpel des ASP-Kreisverbands München-Land und dem Jugendoffizier Augsburg, für einen seiner letzten Einsätze vor seinem Ausscheiden aus der Bundeswehr, eine Flasche Wein.

Nach einer zügigen Busfahrt konnten kurz nach 19.00 Uhr alle Teilnehmer vor der Fürst Wrede Kaserne in München wieder in ihre Autos steigen und den restlichen Heimweg antreten.