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Besuch bei der Luftwaffe in Roth

Die Verlegung der Offizierschule der Luftwaffe hat begonnen

 

2001 wurde entschieden die Offizierschule der Luftwaffe aus Fürstenfeldbruck nach Roth zu verlegen. Ebenfalls neu an den Standort kommt die 9./Feldjägerregiment 3. Das Luftwaffenausbildungsregiment, Teile der Flugabwehrraketengruppe 23, das Kampfhubschrauberregiment 26 und das II. Bataillon Luftwaffenausbildungsregiment allerdings werden hier aufgelöst.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Christian Schmidt, kam jetzt gemeinsam mit dem Inspekteur Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, und dem 1. Bürgermeister der Stadt Roth Ralph Edelhäußer an den Standort, um sich von den bisher unternommenen Anstrengungen bei der Umgliederung, der Vorbereitung der Verlegung und der Lage des Personals zu überzeugen.

Die Ausbildung von Offizieranwärterinnen und Offizieranwärtern in der 7./Luftwaffenausbildungsbataillon in Roth ist ein erstes sichtbares Zeichen an die Region, dass die Laufbahnausbildung der Offiziere der Luftwaffe zukünftig vollständig am Standort Roth durchgeführt wird.

Seit 1. Juli 2013 führt die 7. Kompanie die „Grundausbildung Luftwaffe“ für Offizieranwärter, Soldaten auf Zeit (Mannschaften) und Freiwillig Wehrdienstleistende am Standort Roth durch. Ebenso ist sie verantwortlich für die Umschulung zum Schützen nach dem neuen Schießausbildungskonzept für das Stammpersonal des Kommandos Unterstützungsverbände Luftwaffe.

Der Zeitpunkt der endgültigen Verlegung der Offizierschule der Luftwaffe an den Standort Roth steht in Abhängigkeit zum Abschluss der erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen. Die dafür notwendigen Planungen laufen und befinden sich voll im Zeitplan.

Erst nach Abschluss dieser Planungen - voraussichtlich im Sommer 2014 - kann eine tragfähige Aussage über die weitere Nutzung der Flugbetriebsflächen und eine mögliche Rückgabe von Liegenschaftsteilflächen an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben getroffen werden.

Eine militärisch-fliegerische Weiternutzung des Flugplatzes in der Otto‑Lilienthal-Kaserne in Roth ist durch die Bundeswehr nicht vorgesehen. Die dafür erforderlichen Dienststellen der Bundeswehr in Roth werden deshalb nach Einstellung des militärischen Flugbetriebs zum 30. Juni 2014 aufgelöst.

 

Verabschiedung des Militärpfarrers und Gespräche mit dem Standortältesten

 

Roth ist einer der Bundeswehrstandorte, die im Übergang begriffen sind: Der Flugbetrieb des Kampfhubschrauberregiments wird hier bis zum 30. Juni 2014 endgültig eingestellt. Das II. Bataillon des Luftwaffenausbildungsregiments sowie die in Roth stationierten Teile der Flugabwehrraketengruppe 23 wurden zum 31. Dezember 2012, der Stab des Luftwaffenausbildungsregiments zum 31. März 2013 aufgelöst. Im Gegenzug sehen die Planungen für den Standort vor, dass die Offizierschule der Luftwaffe an den Standort Roth verlegt wird. Etwa 900 Lehrgangsteilnehmer werden in Zukunft hier stationiert sein. Als erste sichtbare Zeichen hat die Schule zum 1. Juli 2013 die allgemeinmilitärische Ausbildung der Offizieranwärter bereits nach Roth verlegt und einen ständigen Verbindungsoffizier dort installiert. Nach jetziger Planung und in Abhängigkeit der Verfügbarkeit von geeigneter Infrastruktur soll die Verlegung bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Dazu kommen insbesondere die 9. Kompanie Feldjägerregiment 3 und das Sanitätsversorgungszentrum Roth sowie weitere, kleinere Organisationselemente.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Christian Schmidt, kam jetzt nach Roth, um sich vom Stand der Dinge selbst zu überzeugen und an der Verabschiedung des Militärpfarrers Christian Thiele teilzunehmen, der ebenfalls Roth verlässt.

Der Staatssekretär erläuterte, dass unabhängig vom Ergebnis des Liegenschaftsausbaukonzeptes, einer möglichen Weiternutzung des Flugplatzes durch die Polizei und einer zusätzlichen Nutzung durch einen Rettungshubschrauber auf Kosten des Freistaates Bayern im Rahmen einer zivilen luftrechtlichen Genehmigung grundsätzlich nichts im Wege stünde.

Im Gespräch mit dem Standortältesten betonte Christian Schmidt darüber hinaus, dass mit der Offizierschule der Luftwaffe zukünftig eine wichtige Dienststelle nach Roth kommt und „der Standort damit eine besondere Rolle in der Ausbildung und Prägung unserer zukünftigen Luftwaffenoffiziere übernimmt“.

In seinem Grußwort zur Verabschiedung Christian Thieles dankte Schmidt dem Seelsorger: „Sie, Herr Militärpfarrer Thiele, haben in Ihrer mehr als neunjährigen Amtszeit im Dienst der Militärseelsorge Soldatinnen und Soldaten und deren Angehörige im Namen Gottes begleitet, sie ermutigt, ihnen Orientierung gegeben und das Evangelium verkündigt. Ihnen persönlich, Herr Thiele, gilt mein Dank für Ihre vielfältigen Tätigkeiten und Ihr großes Engagement als Militärpfarrer. Ich weiß, dass Ihnen das Amt vieles abverlangt hat, und es für Sie - aber auch alle anderen Militärgeistlichen - nicht immer einfach war und ist, beide Rollen, die staatliche und die kirchliche, in einer Person zu vereinen. „