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ASP-Bezirksverband München

Diplomatengespräche des ASP zum "Brexit"

 
ASP-Landesgeschäftsführer Peter Rief, Generalkonsul Paul Heardman, ASP-Bezirksvorsitzender München Dr. Benedikt Franke (v.l.)

München - Am 18.01.2017 begrüßte der Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) unter der Leitung des Bezirksvorsitzenden Dr. Benedikt Franke den Generalkonsul des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland Paul Heardman in München in der CSU-Landesleitung, um mit ihm über den kommenden Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (EU), den „Brexit“, zu sprechen. Mit den Worten „es ist schwierig Bayern nicht zu genießen“,  bedankte sich Heardman für den herzlichen Empfang.

In seinem Vortrag thematisierte der Generalkonsul die Schwerpunkte der bevorstehenden Austrittsverhandlungen, das Verlassen des Binnenmarkts und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. Ebenfalls genannt wurde dabei das Erzielen einer Win-Win-Situation und das Beibehalten enger Beziehungen mit den Mitgliedsstaaten. Programme, wie beispielsweise das Erasmus Programm, an dem der Generalkonsul selbst einst teilnahm, sollen weiter bestehen bleiben. Angesprochen wurde auch der unwahrscheinliche Fall, dass das finale Abkommen vom britischen Parlament abgelehnt wird.

Bei der im Anschluss stattfindenden Diskussion machte ein Teilnehmer auf die Rolle der EU als Solidargemeinschaft aufmerksam. Betont wurde hierbei, dass die Solidarität zu oft auf rein finanziellen Aspekten beruhe, und die EU globaler werden und den Bürokratieabbau vorantreiben müsse. Erwähnung fanden auch die Interessen des Vereinigten Königreichs und die britischen Bürger, die kein besonders positives Bild der EU hätten, denn im Gegensatz zu fast allen anderen Staaten, erlebten sie nach dem Eintritt keinen wirtschaftlichen Aufschwung. In diesem Zusammenhang wurde das drohende Unabhängigkeitsreferendum in Schottland diskutiert, wonach dieses derzeit keine Aussicht auf Erfolg hätte.

Abschließend bedankte sich ASP-Landesgeschäftsführer Peter Rief beim Generalkonsul für sein Kommen und die konstruktive Diskussionsrunde.