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Julia Bartz beim Truppenbesuch in Mali

Die Sicherheitsarchitektur in Westafrika ist auch für uns in Bayern entscheidend!

 
Bürgermeisterin von Bapho, PSts Grübel, malische und deutsche Soldaten und Julia Bartz, MdB auf einer Schwimmbrücke über dem Niger

Nach ihrer Rückkehr aus Mali erklärte das Mitglied im Verteidigungsausschuss Julia Bartz MdB: „Der Bundeswehreinsatz in diesem westafrikanischen Land hat folgenden Hintergrund: Im Norden Malis beginnt eine der drei Hauptrouten durch die Sahara. Über diese Routen läuft nahezu der gesamte afrikanische Menschen-, Waffen- und Drogenhandel. Diese Routen werden von Schlepperbanden benutzt, um Wirtschaftsflüchtlinge über Nordafrika nach Europa zu verschiffen. Ebenso werden diese Routen von Terroristen und Islamisten benutzt, um Waffen z. B. aus Libyen in den Süden zu bringen. Und diese Routen werden auch benutzt, um Drogen nach Europa zu schmuggeln. Für uns in Europa macht es einen gewaltigen Unterschied, ob funktionierende staatliche Strukturen oder zweifelhafte Clanführer, international organisierte Terroristen oder Warlords diese Zugänge kontrollieren.

Auch mahnt uns der in den vergangenen Monaten stark angestiegene Flüchtlingsstrom nach Europa, den Menschen in Afrika zu helfen, vor Ort Perspektiven zu schaffen. Deshalb unterstütze ich unser deutsches Engagement in dieser Region – sowohl den Einsatz der Bundeswehr als auch unsere Entwicklungs- und außenpolitische Hilfe.“

Die Reise des Parlamentarischen Staatssekretärs Markus Grübel, Julia Bartz MdB und weiteren Mitgliedern des Verteidigungsausschusses führte deutsche Politiker erstmalig zum Stützpunkt des Pionierausbildungskommandos nach Bapho. Die Delegation besuchte außerdem die Standorte Bamako und Koulikoro.

Mit ihrer Fahrt nach Bapho unterstrich die Delegation die Bedeutung des Einsatzes der deutschen Ausbilder bei EUTM Mali (European Training Mission in Mali). In Bapho beteiligt sich die Bundeswehr an der Schwimmbrückenausbildung der malischen Pioniere. Dazu arbeiten die deutschen Soldaten Seite an Seite mit ihren malischen Kameraden in deren Stützpunkt. Ziel des deutschen Engagements ist es, Mali in die Lage zu versetzen, für seine Sicherheit selbst zu sorgen. Das von der Bundeswehr ausgebildete malische Pionierbataillon soll hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten. Denn die Ausbildung in Bapho ist eine wichtige Voraussetzung für die Beweglichkeit der malischen Armee.

Bapho liegt rund 250 km von der Hauptstadt Bamako entfernt am Fluss Niger in einem Malariagebiet. Bereits während ihrer dreistündigen Fahrt dorthin erhielt die Delegation einen Eindruck von den besonderen klimatischen und regionalen Herausforderungen.

Julia Bartz MdB: „Die vielen Gespräche in Mali mit den Angehörigen der deutschen Einsatzkontingente der Bundeswehr haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich bin schwer beeindruckt, was unsere Soldatinnen und Soldaten in Mali leisten. Bei über 40 Grad im Schatten helfen unsere Männer und Frauen ein Land zu stabilisieren, das die dreifache Fläche Deutschlands hat. Allen Einsatzkräften, die in Mali sind, spreche ich meinen Dank und meine Anerkennung aus.“