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ASP-KV Ingolstadt

Außenpolitik der Russischen Förderation

 
v.l. Dr. Reinhard Brandl, MdB, Tobias Höpfl, Generalkonsul Dr. Ganzha; Foto: Tobias Höpfl

Die „Außenpolitik der Russischen Föderation“ - war das Thema des außen- und sicherheitspolitischen Abends beim ASP-Kreisverband mit dem Generalkonsul der Russischen Föderation Dr. S. Pawlowitsch Ganzha und Dr. Reinhard Brandl, MdB am 16.11.2016 im CSU-Haus Ingolstadt.

Die Beziehungen zu Russland sind belastet. Die Annexion der Krim in 2014 und der fortwährende Konflikt in der Ostukraine sind hierfür bekannte Beispiele. Über vergessen geglaubte Fragen wird wieder diskutiert, die so sicher geglaubte Friedensordnung in Europa auf eine harte Probe gestellt und das Engagement Russlands in Syrien wirft Fragen auf. Über diese Themen diskutierte der ASP-Kreisverband Ingolstadt intensiv mit Generalkonsul Dr. Ganzha und unserem Bundestagsabgeordneten Dr. Brandl.

In seinem Referat legte Dr. Reinhard Brandl, MdB die deutsche Position dar, von der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim, bis zum militärischen Engagement in Syrien, Russlands Luftmanövern im baltischen Raum und Großübungen an der Grenze zur Europäischen Union. Dr. Ganzha wiederum warb mehrmals in seinen Statements dafür, dass man nach vorne blicken sollte und gemeinsam zu Lösungen kommen muss. Seiner Ansicht nach ist die Russische Föderation an keinerlei Konflikten und Auseinandersetzungen interessiert. Schon gar nicht an militärischen. Dr. Ganzha wies mehrfach darauf hin, dass der internationale und teilweise religiös motivierte Terror die größte Herausforderung für die Weltgemeinschaft unserer Zeit ist und zur Begegnung dieses Phänomens alle Staaten gemeinschaftlich handeln sollten.

Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, bei der die Mitglieder des ASP-Kreisverbandes zahlreiche Fragen an die Referenten stellten. Am Ende waren sich alle einig, dass die derzeitige Situation überwunden werden muss.  Dass die Sanktionen eine Lose-Lose für beide Seiten  erzeugen, nicht nur wirtschaftlich, sondern darüber hinaus, aber eben die Folgen für Unternehmen zunehmend stark spürbar sind. Dennoch ist es an der Russischen Föderation zur Überwindung der Situation konkrete Signale zu senden und Schritte in die richtige Richtung zu unternehmen, damit eine Besserung erfolgen kann. Dies wäre wünschenswert, da über 1/5 des Handelsvolumens zwischen Deutschland und Russland von bayerischen Unternehmen erbracht werden und über die Hälfte aller in Russland getätigten Direktinvestitionen aus Deutschland von bayerischen Unternehmen stammen.

CSU Haus Ingolstadt
Unterer Graben 77