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ASP-Kreisverband München Land

Besuch des ASP auf dem Ludwig-Bölkow-Campus

 
(Foto: Alexander Mager)

Ottobrunn/Taufkirchen - Am 30. September 2016 besuchten 23 ASP Mitglieder aus den Kreisverbänden Berchtesgadener Land, Freising, München-Land und dem Bezirksverband München den Ludwig Bölkow Campus in Ottobrunn/Taufkirchen.

Der Geschäftsführer der Campus GmbH, unser stellv. Kreisvorsitzender des KV München-Land, Alexander Mager, stellte in einem kurzen Briefing den Campus, seine Entwicklung und seine Partner vor. Die Vision des Ludwig Bölkow Campus ist es, sich zu einer internationalen Drehscheibe für richtungsweisende Innovationen, neue Denkansätze und praxisnahe Ausbildung auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheitstechnologie zu entwickeln. Lehre, Wissenschaft und Industrie aus der ganzen Welt werden in einem kreativen Umfeld nachhaltig vernetzt und Innovationen von der Idee bis zum Produkt befördert.

Der anschließende Rundgang führte zum Algentechnikum der Technischen Universität München, ein weltweit einzigartiges Labor für die Umwandlung von Mikroalgen in Biokerosin. Die eingesetzten Algen eignen sich zwar nicht für Sushi, dafür bringen sie aber nach erfolgter Umwandlung Flugzeuge auf umweltfreundliche Art in die Luft. Unsere Freunde aus Bad Reichenhall begeisterte vor allem die Information, dass mit Bad Reichenhaller Breznsalz das Wasser für die Algenproduktion in Salzwasser „abgeschmeckt“ wird.
Die zweite Station war eine Anlage mit der die Schlingerbewegungen eines Hubschrauberdecks an Bord eines Schiffes simuliert werden. Diese Anlage ist erforderlich, um ein Landesystem für Bordhubschrauber zu entwickeln, die unter diesen Bedingungen gefahrlos – bemannt oder unbemannt – landen können.
Den Abschluss des Rundgangs bildete eine Einweisung in den neuen Studiengang der Universität der Bundeswehr durch Prof. Dr.-Ing. Philipp Höfer. Der duale Bachelor-Studiengang Aeronautical Engineering soll den Truppenoffizieren des fliegerischen Dienstes von Luftwaffe und Marine als akademische Basis ihrer beruflichen Karriere dienen. Später sollen auch die Piloten der Heeresflieger dazu stoßen.

Dabei wurde dieser Studiengang genau auf die Zielgruppe der künftigen Piloten abgestimmt, um eine reibungslose Verbindung von akademischer und fliegerischer Ausbildung zu gewährleisten.
Die akademische Ausbildung wird durch sechs neue Professuren und weitere 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewährleistet. Ferner werden für eine praxisnahe Ausbildung auf dem Ludwig Bölkow Campus ein neues Labor für Verbundwerkstoffe eingerichtet und neue Laboreinrichtungen wie Flugsimulatoren und Versuchsturbinen angeschafft.

Am Flugsimulator versuchte der eine oder die andere Teilnehmerin aus der Gruppe das fliegerische Talent. Nach der Verabschiedung zeigten sich alle Teilnehmer beeindruckt von der hohen Qualität der Arbeit und von der Innovationskraft am LBC.