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Eine starke Regierung in Bayern

1975

16. Januar

Der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß wird als erster deutscher Politiker von Mao Tse-Tung empfangen.

25. Februar

Aufgrund einer Klage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt das Bundesverfassungsgericht die Fristenlösung bei der Abtreibung für verfassungswidrig.

1976

12./13. März

Der Parteitag verabschiedet das von der Grundsatzkommission unter Vorsitz von Theo Waigel erarbeitete neue Grundsatzprogramm.

3. Oktober

Mit 60,0 Prozent (im Bundesdurchschnitt 10,6 Prozent) erreicht die CSU ihr bisher bestes Ergebnis bei Bundestagswahlen. 53 Abgeordnete (20,9 Prozent von 254 Unionsparlamentariern) bilden die Landesgruppe, zu deren Vorsitzendem Friedrich Zimmermann gewählt wird (1976-1982).

Richard Stücklen wird Vizepräsident des Deutschen Bundestags (1976-1979, 1979-1983 Präsident, 1983-1990).

19. November

Die Landesgruppe beschließt in Wildbad Kreuth, die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU zu lösen.

12. Dezember

Nach harten Verhandlungen, aus denen die CSU-Landesgruppe gestärkt hervorgeht, schließen CDU und CSU wieder einen Vertrag über die Bildung einer Fraktionsgemeinschaft.

1977

5. Mai

In Bonn stirbt der am 4.2.1897 in Fürth geborene frühere Wirtschaftsminister und Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU).

1978

5. März

Bei den Kommunalwahlen erreicht die CSU 53 Prozent.

15. Oktober

Bei den Landtagswahlen gewinnt die CSU 59,1 Prozent der Stimmen und damit 129 Sitze.

30. Oktober

Der neue Landtag konstituiert sich und wählt Franz Heubl zum neuen Landtagspräsidenten (1978-1990). Er löst den seit 1960 amtierenden Rudolf Hanauer ab.

6. November

Franz Josef Strauß wird Ministerpräsident (1978-1988). Er folgt Alfons Goppel nach (Kabinett Strauß I).

20. November

Edmund Stoiber wird neuer Generalsekretär (1978-1983).

1979

Mai

Die CSU-Landesleitung zieht von der Lazarettstraße in die Nymphenburger Straße um.

31. Mai

Der Deutsche Bundestag wählt Richard Stücklen zu seinem Präsidenten (1979-1983).

10. Juni

Bei der ersten Direktwahl zum Europäischen Parlament erreicht die CSU mit ihrem Spitzenkandidaten Alt-Ministerpräsident Alfons Goppel 62,5 Prozent.

2. Juli

Franz Josef Strauß wird nach heftigen Auseinandersetzungen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Kanzlerkandidaten nominiert.

Angesichts eines andauernden Stimmungstiefs für die Unionsparteien und eines Popularitätshochs für den amtierenden Bundeskanzler Helmut Schmidt soll nach Meinung einer Mehrheit ein profilierter, kämpferischer Kandidat antreten.

12. September

Josef Müller stirbt. Der am 27. März 1898 in Steinwiesen in Oberfranken geborene Rechtsanwalt gehörte zu den Parteigründern der CSU und war ihr erster Vorsitzender.

28./29. September

Der CSU-Parteitag beschließt durch Satzungsänderung, das Amt eines weiteren stellvertretenden Parteivorsitzenden zu schaffen. Gewählt wird Friedrich Zimmermann.

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1980

5. Oktober

Bei der Bundestagswahl gelingt es den Unionsparteien nicht, die SPD/FDP-Regierung abzulösen. Sie schneiden mit 44,5 Prozent zwar am besten (von allen Parteien) ab, verlieren aber gegenüber 1976 4,1 Prozent.

Durch deutliche Stimmengewinne der FDP wird die Koalitionsregierung aus SPD und FDP gestärkt.

In Bayern erreicht die CSU 57,6 Prozent, im Bundesdurchschnitt 10,3 Prozent. Sie stellt 52 Abgeordnete (21,9 Prozent von 237 Unionsparlamentariern).

18. Oktober

Hans Ehard, geboren am 10.11.1887 in Bamberg, stirbt. Er war der zweite Parteivorsitzende der CSU. Mehrmals wurde er zum Ministerpräsidenten und zum Landtagspräsidenten gewählt.

1982

Januar

Hans Weiß wird zum Präsidenten des Bayerischen Senats gewählt (1982-1993).

1. Oktober

Nach einem von den Unionsparteien beantragten konstruktiven Mißtrauensvotum wählt der Deutsche Bundestag den CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl zum Bundeskanzler. Er bildet eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP. Die CSU-Minister sind Friedrich Zimmermann (Innen), Werner Dollinger (Verkehr), Oscar Schneider (Bau) und Jürgen Warnke (Wirtschaftliche Zusammenarbeit).

Theo Waigel wird Vorsitzender der CSU-Landesgruppe (1982-1989).

10. Oktober

Bei der Landtagswahl in Bayern erreicht die CSU 58,3 Prozent, 133 von 204 Sitzen und damit die höchste Mandatszahl in der Nachkriegsgeschichte (Kabinett Strauß II). Die FDP und die Grünen scheitern an der 5 Prozent-Hürde.

19. Oktober

Gerold Tandler wird zum CSU-Fraktionsvorsitzenden (1982-1988) gewählt.

1. Dezember

Manfred Baumgärtel wird Landesgeschäftsführer der CSU (1982-1991).

1983

6. März

Bei den vorgezogenen Wahlen zum 10. Deutschen Bundestag erreicht die CSU 59,5 Prozent (im Bundesdurchschnitt 10,6 Prozent) der Stimmen. Die Landesgruppe umfaßt 53 Abgeordnete, das sind 20,8 Prozent der 255 Unionsparlamentarier. Der Wahlerfolg der CSU bringt ihr einen fünften Ministersessel in Bonn ein, Ignaz Kiechle wird Landwirtschaftsminister. Richard Stücklen wird zum Vizepräsidenten des Bundestags (1983-1990) gewählt.

1. April

Otto Wiesheu übernimmt das Amt des Generalsekretärs, das er im November des Jahres, nach einem folgenschweren Verkehrsunfall, niederlegt.

November

Gerold Tandler wird kommissarischer Generalsekretär (1983-1988).

27. November

Der aus der CSU ausgetretene Bundestagsabgeordnete Franz Handlos gründet in München die Partei "Die Republikaner".

1984

18. März

Die CSU-Kandidaten erreichen bei den Kommunalwahlen 49,1 Prozent.

17. Juni

Bei den Europawahlen kommt die CSU mit ihrem Spitzenkandidaten Fritz Pirkl auf 57,2 Prozent.

Bei einem gleichzeitig stattfindenden Volksentscheid stimmen 94 Prozent der Bürger der Aufnahme des Umweltschutzes als Staatsziel in die Bayerische Verfassung zu. Damit verankert Bayern als erstes Bundesland den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sowie den Schutz der kulturellen Überlieferung als Staatsziel, die Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten sowie das Energiesparen als öffentliche Aufgaben.

Juli

Wolfgang Held wird stellvertretender Generalsekretär (1984-1987).