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17.03.2010
SPD-Vorschläge zu Arbeitsmarkt sind unsozial
Die SPD-Vorschläge zu Korrekturen an den Hartz-Reformen kritisiert Arbeitsministerin Christine Haderthauer als unsozial. "Der Großteil der Hartz-IV-Empfänger will arbeiten und nicht auf Dauer in den Sozialtransfer abgeschoben werden", erklärt sie. Wenn die Betroffenen allerdings dauerhaft in einen gesonderten "sozialen" Arbeitsmarkt untergebracht werden, würde ihnen die Perspektive auf einen regulären Arbeitsplatz endgültig genommen. Heftige Kritik äußerte die Ministerin auch an der Idee, auf eine Vermögensprüfung zu verzichten.
Hintergrund: Die SPD plädiert in einem Papier für eine Begrenzung der Leiharbeit, mehr Mitbestimmung und einen Ausbau des sozialen Arbeitsmarkts.
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Kommentare

02.07.2010
Roland_20
C. Haderthauer Arbeitsmarkt
Wir erleben einen Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt, dessen de facto Nachhaltigkeit sich aber erst noch beweisen muss im Laufe der Zeit. Dies ist kein Wasser in den Wein geschüttet, sondern nüchterne Realität. Infantiles Fassaden-Geschwätz gab es seitens exponierter Politiker und Wirtschaftsbosse ja en masse in jüngster Vergangenheit. Man muss dieses Thema Arbeitsmarkt aber mal etwas genauer evaluieren, als sich - wie Frau Haderthauer es macht-nur auf die nackten Zahlen zu fokussieren.
Wenn man sich die latest news aus Wirtschaft und Politik aber aufmerksam und sehr intensiv zu Gemüte führt kommt man unweigerlich zum Ergebnis, so manches Alpha-Tier hat mehr oder minder wieder die Bodenhaftung verloren, was sich leider wieder zu Ungunsten der Arbeitnehmer auswirken könnte. Es ist bekannt, dass Schulintelligenz dieser exponierten Schicht nicht gerade riesig sein muss. Einen Leader zeichnet nach wie vor eine sog. macchiavellische Intelligenz aus, was sein Tun und Handeln bestimmt, mit teilweise fatalen Folgen für Unternehmen und Mitarbeiter. Es braucht aber tüchtige Leute in den Schaltstellen der Unternehmen. Die Frage ist nun aber, wie definiert man Tüchtigkeit. Hier machten die Unternehmen in den letzten Jahren aber horrende Fehler, die zu Entlassungen vieler fähiger Mtarbeiter und Mitarbeiterinnen führten.
Manager werden von einem Gremium gewählt. Meist werden diese Kandidaten - und da liegt der casus knaxus nach wie vor !! - aufgrund von pseudowissenschaftlichen Methoden herausgefiltert, den sog. morbiden Assessements. In den USA schon lange OUT übrigens .... Eigenschaften wie soziale und und ethische Integrität werden in Deutschland total vernachlässigt, Faktoren wie Geschäftstüchtigkeit expressis verbis betont. Die Unternehmen müssen sich fragen lassen, aber auch Frau Haderthauer, die immer nur die oberflächlichen Zahlen auf dem Arbeitmarkt zu beobachten scheint:
Wollen wir ein gutes Betriebsklima und langfristige Geschäftsbeziehungen mit kontinuierlicher
Weiterentwicklung oder wollen wir eine Maximalrendite im zweistelligen Bereich, egal, was das langfristig bedeutet ??
Was in den letzten Monaten in der Wirtschaft ablief, war eine eiskalte Dusche für gewisse selbsternannte Wirtschaftsphilosophen, Wirtschaftspolitiker und Arbeitsmarktexperten, die ihre mikrokosmopolitische Weltordnung hinausposaunt hatten und dann erkennen mussten, dass es nur Seifenblasen sind, und keine solide, restrukturierte, sprich diametrale Weiterentwicklung unseres Wirtschaftssystems.
Leider sind die Chefetagen nach wie vor mit Leuten besetzt, die eine bestimmte Mentalität vertreten,
das zum Selektionsprinzip für diejenigen wird, die nachrutschen wollen. Einer, der endlich mal diametrale Ansichten - u.a. was gesellschaftspolitische Aspekte (z.B. Kirche, Staat, Gesellschaft) betrifft- vertreten möchte, passt nicht in diese ach so elitäre Schicht. Man will ja niemanden im Haus, der das eigene Tun hinterfragt, wo kämen wir denn da hin, mal in den eigenen Rückspiegel zu schauen ? Die Spezies Mensch ist ja so perfekt, die Krone der Schöpfung ... Wenn sich schon kaum die Kirche ob ihres Tuns hinterfragt ... warum sollen es Manager und Politker dann tun ?
Manager haben ein Unrechtsbewusstsein, wenn einer z.B. in ihre Garage einbricht und ihren geliebten Mercedes abschleppt. Dann zeichnet sie ein gestochen scharfes Unrechtsbewusstsein aus. Aber das ist ein anderer Kontext. Innerhalb eines Unternehmens verschwimmen gewisse Grenzen. Wem gehören die Milliarden eines multinationalen Konzerns ? Wenn man ein bisschen Geld aus der Firmenkasse abzweigt, die Bilanz etwas frisiert, oder durch eine falsche Voraussage ein wenig mehr Bonus absahnt (Bonus-Frage wieder sehr aktuell), ist das in ihren Augen kein Diebstahl. Einer alten Fau die Handtasche zu entreissen hingegen schon.
Wenn es nicht so ernst wäre, man könnte lachen ...
Der nächste Bernhard Madoff wird nicht lange auf sich warten lassen. ....
Last but not least:
Zeitarbeit ist unsozial ! Und zwar in jeder Beziehung !
Und hat viele andere Nachteile für den Einzelnen.
Wer das nicht erkennt, ist autistisch angehaucht.
Da muss man kein SPD-Politiker sein, sondern einfach mal seinen bequemen Hintern aus dem Bürosessel bewegen und bei Zeitarbeitern nachfragen..
In diesem Sinne,
Roland_20
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