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Pressemeldung

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16.02.2012

Wir müssen fördern, nicht bestrafen

"Wir müssen Familien unterstützen, nicht Menschen bestrafen. Ich möchte keinem vorschreiben, ob er sich für oder gegen Kinder entscheidet. Unsere Aufgabe als Politik ist es dafür Sorge zu tragen, dass jeder Mensch sein Lebensmodell wählen kann", so die Vorsitzende der Familienkommission Kerstin Schreyer-Stäblein, MdL. Die jungen Politiker um den sächsischen Abgeordneten Marco Wanderwitz fordern eine Abgabe, die Kinderlose ab 25 Jahren mit einem Prozentsatz ihres Einkommens belasten soll. Die Höhe der Abgabe staffelt sich nach der Anzahl der Kinder: Kinderlose zahlen voll, Eltern mit einem Kind die Hälfte und Eltern mit mehreren Kindern werden befreit.

"Aufgrund des demographischen Wandels stehen die Sozialsysteme in der Tat vor großen Herausforderungen. Um junge Frauen und Männer mit Kinderwunsch zu unterstützen, müssen wir Anreize schaffen und eine funktionierende Infrastruktur bei der Kinderbetreuung zur Verfügung stellen. Hier sind wir bereits auf einem guten Weg. Für die Zukunft könnte man außerdem an die Ausweitung des Elterngeldes mit einem Elterngeld II denken. Wünschenswert wäre, im Anschluss an das 14 Monate dauernde Elterngeld ein Elterngeld II von 300 Euro zu bezahlen. Das geeignete Mittel zur Einhaltung des Generationenvertrags ist die Förderung von Familien und die Anerkennung ihrer Leistung für die Gesellschaft durch Belohnung. Eine Art "Strafabgabe" für Kinderlose halte ich dagegen für nicht tragbar. Sie widerspricht dem Prinzip der Wahlfreiheit, für das die CSU steht",  stellt Schreyer-Stäblein fest.

Die Entscheidung für oder gegen Kinder liegt in der Hand eines jeden Paares. Außerdem dürfe man Kinderlose nicht in eine gesellschaftliche Ecke stellen. Die Gründe für Kinderlosigkeit sind vielfältig und der Staat sollte diese nicht bewerten. Viele junge Menschen haben die Sorge später in Altersarmut zu geraten. Deshalb sollte man bei Eltern mit Kindern die Rentenanrechnungszeiten noch weiter verbessern. Des Weiteren leisteten Kinderlose bereits durch höhere Abgaben, zum Beispiel bei der Pflegeversicherung, einen Beitrag für die Sozialsysteme. Der Vorschlag einiger junger Bundestagsabgeordneter trage nicht zur Kinderfreundlichkeit in diesem Land bei.

"Ich hoffe, dass wir die Debatte dafür nutzen können mehr Wohlwollen für Familien zu entwickeln. Dabei dürfen Familien mit Kindern und Kinderlose jedoch nicht gegeneinander ausgespielt werden", so Schreyer-Stäblein abschließend.

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