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Wahlkreisradtour mit Dorothee Bär, MdB

 
Staatssekretärin Dorothee Bär (2. von links) führte natürlich ihre Wahlkreistour an, hier bei der Ausfahrt aus Sand am Main: links Kreisrätin Monika Weinbeer und CSU-Kreisgeschäftsführer Gerhard Zösch (3. von links).

Unerbittlich brannte die Sonne und das Thermometer zeigte 39 Grad Celsius im Schatten. Für die Teilnehmer an der Wahlkreis-Radtour von Staatssekretärin Dorothee Bär durch den Landkreis Haßberge kamen in der Sonne noch einige Grad mehr dazu. Dennoch waren alle Radler begeistert, waren in guter Stimmung, machten immer auch den notwendigen Stopp bei Sehenswürdigkeiten und ließen keinen Zweifel daran, dass sie bei der nächsten Tour wieder dabei sein werden.

Schon am Tag zuvor stand für MdB Dorothee Bär eine Wahlkreiswanderung im Mittelpunkt, die von Premich auf den Kreuzberg in der Rhön führte. Hier begleitete sogar noch die Tochter ihre Mama. Bei der Radtour am nächsten Tag im Landkreis Haßberge zog Emilia dann aber lieber das Schwimmbad vor. Wahlkreisabgeordnete Dorothee Bär war schon vom ersten Tag in der Rhön begeistert und freute sich nun auch auf die Radeltour in ihrer engeren Heimat. „Eigentlich wurde ich schon vor 13 Jahren durch die alljährlichen Wahlkreiswanderungen von Michael Glos inspiriert. Das reizte mich, auch in meinem Wahlkreis so etwas zu starten. Mein Wahlkreis reicht ja von Landkreis Bad Kissingen über die gesamte Rhön und den Landkreis Rhön-Grabfeld bis hierher in die Haßberge und den Steigerwald. Das ist eine tolle Landschaft und eine inzwischen fahrradtouristische Region, welche die drei Landkreise miteinander verbindet.“

25 Frauen und Männer waren der Einladung der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium gefolgt und ließen sich auch nicht von der „afrikanischen Hitze“ abhalten. Die SPD von Ebern hatte deswegen ihre Radeltour abgesagt. Für MdB Dorothee Bär war das keine Überlegung wert. „Das ist die Entscheidung der SPD. Wer fit ist und die bei uns mitfahren, sind es, werden auch entsprechend vorsichtig sein. Wir werden unser Tempo entsprechend einrichten, im Maintal geht meistens auch ein schönes Lüftchen und außerdem haben wir ein Wasserfahrzeug dabei.“

Auf dem Kirchplatz von Sand sammelten sich die Teilnehmer, worunter auch die Mitarbeiter und Sekretärinnen aus Berlin und dem Wahlkreisbüro aus Bad Kissingen waren. Für sie gab es teilweise E-Bikes, während andere sich mit ihren Tourenrädern begnügten. CSU-Kreisgeschäftsführer Gerhard Zösch informierte vor dem Start kurz über die „Sander Raser“ und bei den Sitzkörben aus Weiden über die Korbmacherei in Sand, bevor es dann auf dem Mainradweg Richtung Limbach ging. Natürlich warf man dort einen Blick in die berühmte Wallfahrtskirche von Balthasar Neumann und stimmte sogar ein „Lobe den Herren“ an. Weiter ging es dann auf dem 34 km langen Rundkurs nach Eltmann, wo Bürgermeister Michael Ziegler auf dem „Bewegungsparcour“ am Main die Radler begrüßte.

Er wies auf den Werbeslogan der Stadt „hier beginnt der Süden“ hin und meinte „heute trifft dies hundertprozentig zu, denn mit rund 40 Grad Celsius soll es ja der heißeste Tag des Jahres werden.“ Dabei informierte er auch über die Sanierung der Mainauen und die Ausstattung mit Toiletten und Stromanschlüssen. Seit dieser Zeit werde der Wohnmobilstellplatz sehr gerne angenommen, zumal die Nutzer nur für Strom und Wasser eine kleine Gebühr zahlen müssten. Die Geräte des Bewegungsparcours dienten den Radfahrern aber diesmal höchstens zur Anlehnung, weniger zum Ausprobieren, denn das wäre bei der großen Hitze doch zu viel des Guten gewesen.

Dabei war es doch verwunderlich, dass die Teilnehmer doch zum großen Teil schon ein fortgeschrittenes Seniorenalter einnahmen. Berthold Klauer aus Sand hat schon 75 Lenze auf dem Buckel und Georg Stütz aus Haßfurt ist mir 74 Jahren auch nicht viel jünger. „Die Luft im Maintal tut heute schon sehr gut bei dieser Hitze,“ meinte er und für Berthold Klauer war es das Wichtigste, dass man gleichmäßig mit akzeptablen Tempo fährt und nicht mit schnellen und langsamen Passagen kämpfen muss. Nur eine Teilnehmerin stieg dann in Zeil auf der Hälfte der Strecke aus, die ausgerechnet zu den jüngsten zählte, aber wahrscheinlich nur selten bisher auf dem Fahrrad gewesen ist.

Dort gab es auf dem Marktplatz dann auch die erste größere Stärkung durch den CSU-Ortsverband Zeil mit gegrillten Bratwürsten. Es hatte sich auch eine ganze Reihe von Mitbürgern eingefunden und MdB Dorothee Bär, die in ihrem Ministerium auch für die Verkehrssicherheit mitverantwortlich ist, nutzte die Gelegenheit, einige Kinder mit Fahrradhelmen zu beschenken. Dabei wies sie auch auf die derzeitige „Dankhelm-Kampagne“ des Ministeriums hin. Diese Aktion sei wichtig, weil das Radfahren immer beliebter werde. Zum Glück gehöre bei den kleinen Kindern der Helm schon zur Standardausrüstung. Im Alter von 6-10 Jahren trügen nur noch 69% den Helm und vor allem in der Altersgruppe von 17-30 Jahren gebe es ein großes Steigerungspotential.

In Zeil nutzte man die Gelegenheit, das Hexenmuseum zu besichtigen. Kreisrätin Monika Weinbeer, die sich ja öfters mit ihrem schwarzen Wuschel auf dem Kopf auch als „schwarze Hexe“ vom Steigerwald vorstellt, ließ dies aus. „Hexen kommen ja aus dem Feuer und da ist man die Hitze gewöhnt.“ Vor der Hitze hatte sie auf ihrem Rad keine Angst, zumal sie öfter in der Woche Radtouren im Steigerwald unternimmt.

Auf dem Marktplatz in Haßfurt gab es dann zur Abwechslung an der CSU-Lounge ein Eis, bevor es hinaus auf den Flugplatz und zur Besichtigung des Hangars und Towers ging. Günter Mendel und Wolfgang Linke informierten hier über die Bedeutung des Haßfurter Flugplatzes, von dem in dieser Hitze gerade auch wieder Beobachtungsflüge ausgeführt würden. Die CSU-Kreisräte wiesen dabei darauf hin, dass gerade die CSU-Kreistagsfraktion immer hinter dem Verkehrslandeplatz gestanden habe, auch bei Widerständen aus der Opposition. Dies erweise sich heute als richtig, gerade auch für die Betriebe in der Region. Auch in Haßfurt sei die Mehrzahl der Starts und Landungen gewerblicher Natur. „Wir müssen die Luftfahrt weiter stärken. Es wird oft unterschätzt, welche Bedeutung die Fliegerei schon für mittelständische Betriebe hat und wie wichtig ein Verkehrslandeplatz, wie der in Haßfurt, als Standortfaktor für die heimischen Betriebe ist“, so MdB Dorothee Bär.

Der Fahrradpulk wurde bei der Rundtour durchaus mit weiteren politischen Themen konfrontiert. So verwickelte eine Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen Diethart Konrad aus Augsfeld in ein Gespräch über das Betreuungsgeld und die Asylproblematik, wo Landratsämter und Kommunen, aber auch die Bevölkerung bisher die Herausforderungen gut gemeistert hätten. MdB Dorothee Bär gab aber zu bedenken „wir müssen trotzdem sehr genau darauf achten, dass wir unsere Kommunen und die Gesellschaft nicht überlasten. Wir geben in Bayern mittlerweile über zwei Milliarden Euro für Asylbewerber aus. Anders als in anderen Bundesländern übernimmt der Freistaat Bayern dabei die Kosten für die Kommunen.“

Beim Abschluss im Weingut Rippstein äußerte sich Dorothee Bär sehr positiv über die Wahlkreis-Radeltour, zumal das Radwegenetz im Landkreis inzwischen wirklich gut ausgebaut sei. „Ich gebe zu, dass ich mich noch viel lieber öfter so bewegen würde wie bei der Wanderung und der Radtour. Deswegen haben wir geplant, im kommenden Winter auch eine Winterwanderung, vielleicht sogar mit einer Schlittenfahrt, anzubieten.“