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Delegiertenversammlung

CSU fast einstimmig für Doro Bär

Delegiertenversammlung in Bad Bocklet: CSU fast einstimmig für Doro Bär
 
Delegiertenversammlung in Bad Bocklet: CSU fast einstimmig für Doro Bär

Die CSU-Kreisverbände Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und Haßberge haben beinahe einstimmig Dorothee Bär (38) als Direktkandidatin der CSU im Wahlkreis 248 für die Bundestagswahl 2017 nominiert. Bei einer Delegiertenversammlung in Bad Bocklet stimmten 135 von 138 Vertreter für die Ebelsbacherin. Sie hatte bei der Wahl keinen Gegenkandidaten. "Das ist ein starker Rückenwind, den mir die Basis mitgegeben hat", kommentierte Bär das Ergebnis.

An ihrer Nominierung gab es nie Zweifel. Seit 14 Jahren ist Dorothee Bär im Deutschen Bundestag. Zunächst über die Landesliste wurde sie ins Parlament gewählt, wo sie mit Eduard Lintner (Münnerstadt) bis 2009 den Wahlkreis vertrat. Nach dem Ausscheiden Lintners bekam sie das Direktmandat, das sie für die Bundestagswahl im Sommer 2017 erneut bekam.


Schwerpunkt ist die Infrastruktur

Ihre Rede vor den Delegierten sollte zwar ein Rechenschaftsbericht sein, einen solchen abzugeben, war allerdings nicht nötig. Sie sprach frei und offen zur Versammlung, ließ viele persönliche Erlebnisse von ihren Besuchen im Wahlkreis einfließen. Sie schlug nicht die laute CSU-Trommel, sondern verlegte sich darauf, die Notwendigkeiten einer CSU- und ihrer Politik darzulegen.

Dabei ging sie auf die Infrastruktur des Wahlkreises ein sowie auf Digitale Infrastruktur und Verkehrswegeausbau. Bereiche, für die sie auch als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium zuständig ist. Der Wahlkreis 248 mit drei Landkreisen sei ein großer Flächenlandkreis, und hier müsse man die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen.

Zum einen nannte sie da den Bundesverkehrswegeplan, in den für die Bundesstraße B 286 Bewegung gekommen sei, die Bundesstraßen und Autobahnen würden gerade in Bayern stark berücksichtigt. "Wir brauchen Mobilität", sagte Dorothee Bär. Das werde gelingen und sie gab dem Vertreter der Straßenbauamtes Schweinfurt, Manfred Rott, der bei der Versammlung anwesend war, schon mal den Hinweis, dass "auf die (dem Verkehrministerium) nachgeordneten Behörden" Mehrarbeit zukomme.


Ausbau auf 100 Prozent Fläche

Bei der digitalen Infrastruktur ist seit gut einem Jahr die Offensive des Bundes und der Länder spürbar. Es sind nur wenige Gemeinden, deren Bürgermeister keinen Förderbescheid für den Breitbandausbau aus den Händen von Bär oder dem bayerischen Finanzminister Markus Söder erhielten. "Internet und Digitalisierung ist Daseinsvorsorge", sagte Dorothee Bär. Bei der Vorstellung ihres Konzeptes in Berlin (100 Prozent Ausbau) habe Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel gesagt, sie zitierte ihn, seien 95 Prozent auch genug. Aber, so ihr Einwand: 5,0 bedeuten ein Drittel in der Fläche. Damit wären von den 89 Gemeinden im Wahlkreis 248 wohl etliche nicht in den Genuss einer Förderung gekommen. "Wenn es uns wirklich ernst damit ist mit dieser Infrastruktur, dann müssen wir auch eine Gleichstellung des ländlichen Raumes mit den Ballungszentren haben", sagte sie. Tatsache sei, dass heute die 14- bis 19-Jährigen zu 100 Prozent digitale Medien nutzen. Bei den 30- bis 35-Jährigen seien es 95 Prozent. Die Wirtschaft braucht diese Infrastruktur, die Telemedizin beispielsweise in den fünf Bädern der Bäderregion Bayerische Rhön ... "Die Medizin spielt bei uns eine große Rolle".

Dorothee Bär kann mit Stolz auf ihre Karriere zurückblicken. Sie tut dies mit einem guten Stück an Dankbarkeit für ihre Basis. "Ich hätte nicht diese Politik machen können, wenn man nicht diese (CSU-) Familie hinter sich hat. Ich würde mich freuen, eine Vertragsverlängerung für die nächsten vier Jahre zu bekommen", sagte sie. Diese wurde von den Delegierten mit anhaltendem Applaus honoriert.


Ein starkes CSU-Netzwerk

Sowohl Staatssekretär a.D. Eduard Lintner (Münnerstadt) wie auch Landtagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender Sandro Kirchner (Premich) würdigten Bärs Arbeit im Wahlkreis und in Berlin. Kirchner zeigte das Netzwerk der CSU auf. "Wir sind gut aufgestellt." In diesem Netzwerk sei eine immense Wissensbasis vorhanden, ein Erfahrungsschatz für die Politik. Und Dorothee Bär könne mit dieser Basis an Helfern, Parteifreunden und Wissen bestens arbeiten: "Wir sind sehr stolz, dich zu haben". Nachdem Dorothee Bär ihre Nomierung als Direktkandidatin der CSU für den Wahlkreis 248 für die nächste Bundestagswahl angenommen hatte, bildete sich im Saal eine lange Schlange von Gratulanten - es lag etwas von Familienfeier über dieser Nominierungsversammlung. Ihr Ehemann Oliver Bär (39) wartete, bis alle anderen gegangen waren. Das Ehepaar blieb am Samstag in Bad Kissingen und feierte am Abend beim Rakoczy-Ball.


Quelle:
http://www.infranken.de/regional/bad-kissingen/CSU-fast-einstimmig-fuer-Doro-Baer;art211,2060807#