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Bahnchef Dr. Grube in Nördlingen

Task Force zur Verbesserungen der Bahnverbindungen

 
MdB Brandel, MdB Lange, Hr. Josel DB, MdB Kiesewetter, Bahnchef Dr. Grube, Landrat Rößle, MdL Fackler, Hr. Pofalla DB im Gespräch am Bahnhof Nördlingen.

Es herrschte eine gute Atmosphäre als die wichtigsten Entscheidungsträger in Sachen Schienenverkehr in der Region sich auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange (Donau-Ries) an einem Runden Tisch in Nördlingen versammelten.  

Der Bahnchef Dr. Rüdiger Grube war eigens angereist, um sich die Vorstellungen der Region anzuhören und über Verbesserungen bei der Schienenanbindung von Stuttgart über Aalen – Nördlingen – Donauwörth nach Augsburg/München bzw. Neuburg/Ingolstadt zu diskutieren. Auch Vorstandsmitglied Ronald Pofalla und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in Bayern, Klaus-Dieter Josel waren dabei. Zudem saßen die Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) mit am Tisch. Ebenso die Oberste Bayerische Baubehörde. Hinzu kamen die Bundestagsabgeordnete aus den Nachbarregionen, Roderich Kiesewetter aus Aalen Heidenheim, der Ingolstadter Dr. Reinhard Brandl und Hansjörg Durz für Augsburg Land. Auch die Landräte aus Donau-Ries und dem Ostalbkreis waren dabei, sowie der Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler (Donau-Ries). Es war eine hochkarätig besetzte Runde. 

Während des konstruktiven Gespräches hat die Deutsche Bahn angekündigt eine Verkehrsentwicklungsanalyse für ein integriertes System aus Fern- und Nahverkehr durch eine so genannte Task Force erarbeiten zu lassen. Die Federführung der Task Force solle dabei der BEG zukommen. Beteiligt seien aber auch die DB, die NVBW, sowie die Landkreise Donau-Ries und Ostalb.  

"Schwabenexpress“

Untersucht werden sollen sowohl die fehlende Ost-West-Achse zwischen Stuttgart und Ingolstadt über Aalen – Nördlingen – Donauwörth – Neuburg, als auch mögliche Verbesserungen bei den Verbindungen zwischen Stuttgart und Augsburg bzw. München. Hier kann sich MdB Ulrich Lange eine Art „Schwabenexpress“ vorstellen, der zusätzlich zu den bestehenden Verbindungen, eine schnellere Variante zwischen Stuttgart – Aalen – Nördlingen – Donauwörth – Augsburg bilden könnte. „Das wäre für die Reisenden, insbesondere für Pendler, eine echte Erleichterung“, so Lange.

Erste Ergebnisse der Task Force könnten schon im April 2017 vorgestellt werden. Den Rahmen bilden die Fernverkehrsplanung für Stuttgart 21 und die derzeitigen Überlegungen für Ausschreibungen ab 2021 bzw. 2024.

„Das wir uns in diesem Zeitfenster bewegen und echte Verbesserungen nicht von heute auf morgen passieren können, war allen klar. Nun aber haben wir den Stein ins Rollen gebracht. Das ist schon ein entscheidender Schritt“, so MdB Lange, der mit dem Termin sichtlich zufrieden ist.

Weiter erklärt Lange: „Für mich war es wichtig, einmal alle Akteure an einen Tisch zu holen, um über die Situation hier in der Region zu sprechen und sinnvolle Lösungsansätze zu erarbeiten. Ich denke, es ist klar geworden, dass wir gerade im Grenzgebiet zwischen zwei Bundesländern in einer schwierigen infrastrukturellen Situation sind, die wir verbessern müssen. Es wurde auch sehr deutlich, wie groß da der schwäbische Zusammenhalt, auf bayerischer und baden-württembergischer Seite, ist. Das hat man ja schon bei der Straße gesehen. Am Anfang hat auch niemand an die B 29neu geglaubt, aber wir haben es gemeinsam geschafft, sie in die oberste Einstufung im Bundesverkehrswegeplan zu bekommen. Nun wollen wir die länderübergreifende Anbindung auch im Schienenverkehr verbessern. Dafür setzen wir uns gemeinsam ein“, so Lange. 

Bahnhof Nördlingen modernisieren

Und auch ganz konkret vor Ort in Nördlingen will sich Grube einsetzen. Sichtlich erschüttert vom Zustand des Bahnhofes und der Bahnsteige verspricht er Lange, dass die Bahn für eine Modernisierung sorgen will. Beide Bahnsteige sollen in einem Rutsch barrierefrei und die gesamte Anlage, wie beispielsweise die Dächer modernisiert werden. Grube, der gerade von einem Ortstermin in Passau kam hält fest, dass er dort einen zeitgemäßen attraktiven Bahnhof gesehen habe und dies auch der Maßstab für Nördlingen sein müsse.