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NEWSLETTER CSU Kreisverband Erding

Österreichischer Generalkonsul Dr. Helmut Koller zu Gast in Erding

 

Liebe CSU-Mitglieder,

  Anfang Dezember war der österreichische Generalkonsul Dr. Helmut Koller auf Einladung des Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) zu Gast in Erding. Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele in der CSU dieser Einladung gefolgt sind, um mit mir zusammen über Themen wie die Bundepräsidentenwahl in Österreich, Demokratiewandel in Österreich und Deutschland und nicht zuletzt die Flüchtlingskrise, zu diskutieren.

  Ich freue mich sehr dass wir seit 2014 wieder einen so aktiven ASP-Kreisverband mit Daniel Gottal an der Spitze haben. In den letzten Jahren hat insbesondere das Thema Außenpolitik einen zu geringen Stellenwert in unserer Partei eingenommen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland unter Franz-Josef Strauß über Jahrzehnte hinweg eine klare Handschrift der CSU bekommen hat. Man erinnre sich an die legendäre Moskau Reise von ‘87, in der mitunter entscheidende Schritte zur Wiedervereinigung eingeleitet wurden.

  Für unseren Landkreis ist es daher von herausragender Bedeutung diese Themen wieder inhaltlich und personell besetzt zu haben. Im Hinblick auf die Bundestagswahl 2017 werden wir in einen selbstbewussten Wahlkampf ziehen müssen. In der vergangenen Wahl von vor vier Jahren haben diese Themen kaum eine Rolle gespielt. Nächstes Jahr hingegen wird innerhalb des Spektrums Außen- und Sicherheitspolitik Flucht und Migration ein Megathema darstellen. Doch mit unserem Abgeordneten Dr. Andreas Lenz werden wir auch in diesen Fragen an den Infoständen wieder punkten können und wie immer klare CSU Positionen vertreten.

 

        80. Geburtstag Prof. Dr. h.c. Hans Zehetmair

  Zusammenfassung wichtiger Lebenswerkfakten und der Laudatio des CSU-Kreisvorsitzender Martin Bayerstorfer, anlässlich Matinee für CSU-Ehrenkreisvorsitzendem Prof. Dr. h.c. Hans Zehetmair zum 80. Geburtstag,  am Sonntag 27.11.2016 im Saal des Fischer`s Seniorenzentrums in Erding.

  Der CSU-Kreisverband Erding feierte am Sonntag den 27. Oktober im Festsaal der Fischer`s Wohltätigkeitsstiftung in Erding mit einer Matinee den 80. Geburtstag seines Ehrenkreisvorsitzenden Prof. Dr. h.c. Hans Zehetmair, Staatsminister a. D. Die Laudatio zum Ehrentag  Hans Zehetmairs hielt Martin Bayerstorfer, Landrat und Kreisvorsitzender des CSU Kreisverbandes Erding. Mit der musikalischen Umrahmung der Festveranstaltung erfreute Bernd Scheumeier, Kreismusikschuldirektor mit dem Akkordeon und seine Tochter an der  großen Harfe.

  An der Spitze der Ehrengäste sein engster Weggefährte über viele Jahrzehnte der Landkreispolitik, Altlandrat Xaver Bauer. Des weiteren Erdings Oberbürgermeister und stellv. CSU-Kreisvorsitzender Max Gotz, Taufkirchens  1. Bürgermeister und Bezirksrat Franz Hofstätter, die ehemaligen  Bundestagsabgeordneten Max Lehmer und Martin Mayer,  Dr. Thomas Bauer, CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag von Erding, die Altbürgermeister Helmut Lackner, Josef Sterr und Herrmann Simmerl, Notar und Kreisrat  a.D. Georg Rieß u.v.a.

  In seiner Laudatio ging Martin Bayerstorfer auf den Werdegang und die Karriere Hans Zehetmairs ausführlich ein. Basis des Erfolgs der CSU im Landkreis Erding bis zum heutigen Tage, war die enorme Aufbauarbeit Zehetmairs als Kreisvorsitzender seit 1970 bis zu seinem Ausscheiden 2001, als er den Stab an Martin Bayerstorfer weiterreichte. Von anfänglich ca. 650 Mitgliedern, baute er erfolgreich den Kreisverband mit jetzt 26 Ortsverbänden auf und hatte bereits 1976 mehr als 1200 Mitglieder. Diese Zahl steigerte er bis in die 1990er Jahre auf annähernd 2300 Mitglieder. Die CSU, seine Mitglieder in den Ortsverbänden, waren stets die Keimzelle jeglichen politischen Erfolgs im Landkreis und weit darüber hinaus. 1966, bereits Ortsvorsitzender in Erding  und 2. Bürgermeister der Stadt Erding führte er mit großem Engagement und Zielstrebigkeit die Partei- und Kommunalpolitik. Berühmt für sein Arbeitstempo in der politischen Arbeit und seine sprichwörtliche Bürgernähe, gemäß dem Strauß`schen Motto „dem Volk auf`s Maul schauen aber nicht nach dem Maul reden“ kämpfte Hans Zehetmair für seinen Landkreis. Er reformiert die Partei von Grund auf. 1972, in einem legendären Kommunalwahlkampf, konnte er letztlich die Bayernpartei politisch in die Knie zwingen und wurde so 2. Landrat im Landkreis, gegen den erbitterten Widerstand der Bayernpartei unter Simon Weinhuber. Von 1974- 1978 war Hans Zehetmair eine Periode im bayerischen Landtag mit großer Vernetzung im kultur- schul- und wissenschaftlichen Politikfeld tätig. Sein Schwerpunkt die Schulpolitik. Ab 1978 der grundlegende Wandel in der Landkreispolitik und der Beginn einer wirklichen  Ära. Hans Zehetmair wird mit großer Mehrheit zum Landrat gewählt und blieb dies bis 1986 im Oktober. Franz-Josef Strauß berief Hans Zehetmair, der zu diesem Zeitpunkt ohne Landtagsmandat war, zum neuen Kultusminister des Freistaates Bayern, unter anderem auch, weil dieser auf die Frage von Strauß ob er Kulturstaatssekretär werden wolle, sagte: „Herr Ministerpräsident, ich glaube Minister kann ich besser“. Der Vorgang wurde seinerzeit als politische Sensation gewertet, da es völlig unüblich war Ministerämter außerhalb der CSU-Landtagsfraktion zu besetzen. Nur ein FJS konnte solche Personalentscheidungen treffen und die nachfolgenden Ministerpräsidenten Streibl und Stoiber bestätigten sie, wie wohl Hans Zehetmair ab 1990 wieder Heimatabgeordneter des Landkreises Erding war. Als sein Nachfolger im Amt des Landrats wurde im März 1987 Zehetmairs engster Weggefährte seit den frühen 70er Jahren, Xaver Bauer auf Anhieb gewählt. Zehetmair blieb auch in den vielen Jahren als Minister und stellv. Ministerpräsident des Freistaates Bayern dem Landkreis treu und wurde immer wieder in den Kreistag gewählt. Zu seinem nachhaltigen politischen Wirken und den daraus resultierenden Erfolgen zählen die Gründung vieler Schulen (Gymnasium Dorfen, Realschule Taufkirchen, Sonderpädagogisches Förderzentrum, Fachoberschule, Berufsoberschule, Landwirtschaftsfachschule Gastro-Zentrum) im Landkreis, die Ansiedlung der Weltfirma Amadeus, das  Geo-Thermieprojekt in Erding, um hier nur zwei zu nennen und nicht zuletzt die Umsetzung der 2. Phase der Gebietsreform, sowie die beharrliche Begrenzung des Flughafens MUC II, im Erdinger Moos (Stichwort 3. Startbahn) mit seinen komplexen Strukturveränderungen im Landkreis.  In seiner Zeit als Kreisvorsitzender führte Hans Zehetmair 9 Bundestags- und Landtagswahlkämpfe sowie 8 Kommunalwahlkämpfe mit großem Erfolg.

   Hans Zehetmair ist einer der großen Söhne des Landkreises und der altbayerischen Region im Freistaat. Zehetmair zog sich 2003 aus der aktiven Politik zurück und war von 2004 bis 2014 Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung, der politischen Denkfabrik der CSU. Hier setzte er hohe bildungs- kultur- und wissenschaftspolitische Akzente in vielen Ländern der Erde, u. a. ganz wesentlich in Russland und China. Etliche Ehrendoktorhüte und eine Honorarprofessur an der TU MIREA in Moskau, zeugen davon. Sein politisches Wirken und seine Leistungen als langjähriger Minister haben nachhaltigen Einfluss auf den Freistaat Bayern und die gesamte Bundesrepublik Deutschland. Alles hier zur Aufzählung zu bringen, hätte den Rahmen einer Laudatio gesprengt, darum beschloss der Kreisvorsitzende Martin Bayerstorfer seine Ausführungen mit einigen sehr passenden und sinntreffenden Sätzen Friedrich Schillers: „Wer Großes leisten will, muss tief eindringen, scharf unterscheiden, vielseitig verbinden und standhaft beharren.“

   Dass dies auf den CSU-Ehrenkreisvorsitzenden Prof. Dr. h. c. Hans Zehetmair und sein ganzes politisches Lebenswerk in der CSU zutreffend ist, wird niemand bestreiten. Lang anhaltender Applaus beschloss die Laudatio im Wort und in der Tat, durch die Verleihung der silbernen Ehrennadel, der höchsten Auszeichnungsstufe der CSU, durch den Kreisvorsitzenden, Landrat Martin Bayerstorfer.  

Fotos und Text: Burkhard Köppen, Schriftführer CSU-Kreisvorstand Erding

      Ihr Martin Bayerstorfer