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Lenz Informiert - 12.2016

Neue Situation durch den Brexit

 

Liebe Leserinnen und Leser,
hier ist  die neue Ausgabe von "Lenz informiert".
Heute haben sich die Briten mehrheitlich für einen Austritt aus der Europäischen Union entschieden. Auch wenn wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht hätten, müssen wir die souveräne Entscheidung der Briten akzeptieren.

Die Europäische Union und Großbritannien sind nun aufgerufen, auf der Grundlage der europäischen Verträge ein entsprechendes Austrittsabkommen auszuhandeln. Schon allein auf Grund der engen wirtschaftlichen Verflechtungen bleibt Großbritannien ein wichtiger Partner für Deutschland und die EU. Allerdings müssen die Briten auch die Konsequenzen des Austritts tragen. Ein britisches Rosinenpicken wird es nicht mehr geben.

Der Austritt ist nicht das Ende der Europäischen Union, aber er ist ein tiefer Einschnitt. Zum ersten Mal verlässt ein Mitgliedstaat die EU. Wir sollten das zum Anlass nehmen, die Ursachen gründlich zu analysieren und wohlüberlegt Konsequenzen zu ziehen. Wir müssen die EU wieder attraktiver machen und die Bedenken der Menschen ernst nehmen. Ein Weiter so oder der undifferenzierte Ruf nach mehr Europa sind für mich keine überzeugenden Antworten. Wir müssen in Europa dort enger zusammenarbeiten, wo wir nur gemeinsam erfolgreich sein können wie bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus oder dem Schutz der EU-Außengrenzen. Wo jeder Mitgliedstaat auch für sich alleine Probleme lösen kann, müssen wir die Rolle der Mitgliedstaaten wieder stärken. Der Austritt der Briten ist ein Weckruf. Nutzen wir ihn, um die EU fit zu machen für kommende Herausforderungen! 

Ihr Andreas Lenz