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Ein Jahr in Amerika

Stipendiatin Ilona Neumaier aus Wartenberg kehrt aus den USA zurück

 

Erding/Berlin.   Ilona zurück aus Phönix  

  „Ein bisschen ungewohnt ist es noch,“ erzählt Ilona Neumaier „hier ist irgendwie alles so klein und gemütlich“. Das ist der Eindruck, den die 24 Jährige nach einem Jahr in den USA zurück in Bayern hat. Ilona Neumaier hatte das Glück die Kandidatin des Parlamentarischen Partnerschafts Programms des Bundestags für den Landkreis Erding zu sein. Die junge Dame stammt aus Wartenberg.

Andreas Lenz, der Abgeordnete für Erding und Ebersberg, hatte sie vergangenes Jahr für das berufliche Austauschprogramm ausgewählt. Sie hatte gerade ihre Ausbildung zur Grafikdesignerin abgeschlossen und wollte sich gerne der Herausforderung stellen, als Repräsentantin des Freistaates in den USA neue Erfahrungen zu sammeln.

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm ist ein Stipendium des Deutschen Bundestages und des Kongresses der USA, das jedes Jahr 360 Schülerinnen und Schüler zwischen 15 und 17 Jahren oder auch jungen Berufstätigen und Auszubildenden bis 24 Jahre aus Deutschland ein Jahr Austausch in den Vereinigten Staaten ermöglicht. Sie leben dort in Gastfamilien und besuchen je nach Hintergrund eine Schule oder absolvieren Praktika in Betrieben.

Die Stipendiaten sind in Familien untergebracht. „Ich hatte eine sehr kunstinteressierte Gastmutter“, erzählt Ilona, „wir sind öfters zusammen in Ausstellungen gegangen.“ Der Kontakt zur Gastmamilie ist für den Austausch sehr wichtig. „Wir haben jeden Abend zusammen gegessen, und am Wochenende waren wir auch oft gemeinsam Wandern oder beim Kajakfahren“.

Da die junge Wartenbergerin ja in Deutschland schon eine Berufsausbildung abgeschlossen hatte, sieht das Stipendium in ihrem Fall vor, die erste Hälfte des Jahres in einem College Kurse zu belegen, und dann auch tatsächlich im Beruf zu arbeiten. „Die Kurse am College waren wirklich sehr hochwertig, ich habe viel dazugelernt“, berichtet sie. Ilona Neumaier konnte passend zu ihrer Ausbildung die Fächer Fotografie und Grafik Design belegen.

Schon von den USA aus hat sie sich dann wieder daheim für einen Job beworben. Der potentielle Arbeitgeber war begeistert von ihrer neu erworbenen Erfahrung im Ausland und auch von den Sprachkenntnissen, und so hat er sie auch gleich angestellt. „Das Vorstellungsgespräch lief via Skype“, erinnert sich Ilona. Alles Herausforderungen an welchen die junge Dame gewachsen ist.

„IIlonas Persönlichkeit hat sich enorm entwickelt“, findet Andreas Lenz, Die junge Wartenbergerin stimmt zu: „Stimmt! Ich habe viel Selbstvertrauen gewonnen. Ich musste einfach ein Jahr lang alles alleine hinbekommen. Sei es beim Kauf des Autos oder, als ich einmal auf der Autobahn eine Panne hatte -  ich habe gesehen: ich komme irgendwie immer durch.“

Und so ist Ilona nach einem Jahr mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück in die Heimat gekommen, zurück zur Familie und den Freunden hier. Aber auch in Arizona gibt es nun eine beste Freundin, die sie sehr bald wieder besuchen möchte.

Ihre Erinnerungen möchte sie jedenfalls „für kein Geld der Welt wieder hergeben“, und Lenz bestätigt: „dies ist ein Privileg, von dem man  das ganze Leben lang profitieren kann!“

Der Wahlkreisabgeordnete Andreas Lenz freut sich schon auf die nächsten Kandidatinnen und Kandidaten: „Für das Programmjahr 2016/17 ist eine Bewerbung auf der Homepage des Deutschen Bundestages noch bis zum 11. September möglich.“ (www.bundestag.de/ppp)