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Der Mensch ist keine Ware

Der Mensch ist keine Ware

 

Frauen-Union Fürth-Stadt kämpft gegen den Menschenhandel und fordert eine stärkere Regulierung der Prostitution, um Zwangsprostitutionsopfer besser zu schützen

Die Frauen-Union Fürth-Stadt solidarisiert sich mit den Opfern von Menschenhandel und Zwangsprostitution und kämpft für eine stärkere Regulierung der Prostitution. „Menschenhandel und Zwangsprostitution sind die Sklaverei unserer Zeit“, appellierte , Dr. Andrea Heilmaier, Vorsitzende der FU Fürth-Stadt, anlässlich der neuen FU-Kampagne gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution. Die Frauen-Union Bayern hat fünf klare Forderungen aufgestellt, damit der Handel mit Frauen als „Sex-Ware“ besser eingedämmt werden kann. Mit aufsehenerregenden Bildmotiven prangert die zweitgrößte Arbeitsgemeinschaft der CSU die Reduktion von verschleppten jungen Frauen als Ware in Form von Frischfleisch an, erläuterte die Vorsitzende der FU Fürth-Stadt und appellierte: „Wann fangen wir an, uns alle zu engagieren? Wir wollen in der Gesellschaft eine Sensibilität dafür schaffen, dass Zwangsprostitution und Menschenhandel mitten in unserer Gesellschaft stattfinden und damit alle gefordert sind, sich dagegen zu wehren“, so Heilmaier.

Die FU-Landesvorsitzende Angelika Niebler stellte unumwunden klar, dass das derzeit geltende Prostitutionsgesetz die Lage vieler Prostituierten verschlimmert habe. Mit dem rot-grünen Gesetz von 2002 wurde mangels Kontrollbefugnissen von Polizei- und Ordnungsbehörden das Milieu in den rechtsfreien Raum entlassen. „Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden und Beratungsdienste ist die Mehrzahl der festgestellten Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution unter 21 Jahre alt. Daher fordert die Frauen-Union Bayern, die Ausübung der Prostitution erst ab 21 Jahren rechtlich zu billigen“, erklärte die Landesvorsitzende. Zudem soll künftig der Bordellbetreiber den Nachweis erbringen, dass keine Zwangsprostituierte Dienste in seinem Betrieb anbietet, so Niebler weiter.

Neben der Meldepflicht müssten außerdem die Pflichtuntersuchungen beim Gesundheitsamt wieder eingeführt werden, ebenso wie die anlassunabhängigen Zutritts- und Kontrollrechte der Polizei und der zuständigen Behörden, stellte FU Vize-Chefin und CSU-Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger, die gemeinsam mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Dr. Hans-Peter Uhl das Positionspapier für die CSU-Landesgruppe erarbeitet hatte, klar: „Ansonsten ist das Sklaverei unter staatlicher Aufsicht. Der Mensch darf keine Ware sein. Das Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit gehört zu den unveräußerlichen Rechten eines jeden Menschen. Daher muss der Staat eingreifen, wenn Menschen als Ware feilgeboten werden.“ Wir müssen nun im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens die Forderungen der Frauen-Union Bayern vehement vertreten. Wir freuen uns, dass sich die CSU auf ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth einstimmig für unsere Positionen ausgesprochen hat“, so Lanzinger abschließend.


Die digitale Unterschriftliste zum Online-Ausfüllen finden Sie außerdem hier:
www.nein-zu-zwangsprostitution.de/home.html.