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Oberbürgermeisterkandidat Dietmar Helm

„Thema Finanzen bewegt nicht nur die Bürgerinnen und Bürger,

 

auch unser Oberbürgermeister zeigt sich hier dünnhäutig.“

 „Das Thema Finanzen bewegt nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, auch unser Oberbürgermeister zeigt sich hier dünnhäutig“, findet Oberbürgermeisterkandidat Dietmar Helm und stellt klar:

„Es waren nicht die „unbedachten“ Äußerungen, die zu heftigen Reaktionen bei den Menschen führten, sondern die Überraschung über die tatsächlichen Zahlen. Und diese Zahlen waren scheinbar für viele völlig neu“, so Helm weiter.

Nicht schönreden, sondern tatsächliche Transparenz sei einfach ein wichtiger Grundsatz für die Politik.

„Unsere infra ist nach wie vor ein gesunder Betrieb, wobei ich eine Eigenkapitalquote von unter 30 Prozent nicht unbedingt als fantastischen Wert bezeichnen würde“, betont Helm.

„Wir haben, nicht zuletzt durch nachdrücklichen Einsatz der CSU-Fraktion, den deutlichen Trend zu einer weiteren Verschlechterung dieser Quote gestoppt.

Endlich dürfen Teile des Betriebsgewinnes bei der infra verbleiben. Das führt dazu, dass die Zahlen sich wieder verbessern werden“, so der Oberbürgermeisterkandidat weiter.

„Die städtische Tochter infra leistet hervorragende Arbeit und wir werden diese Arbeit weiter nachdrücklich nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen unterstützen. Wir werden aber auch die tatsächlichen Zahlen offen legen, denn wir verwalten hier das Kapital der Bürgerinnen und Bürger.

Jeder soll nachvollziehen können wie gut oder schlecht wir das hin bekommen. Ich habe keine Angst, mich mit den tatsächlichen Zahlen dem Urteil der Fürther Bevölkerung zu stellen“, stellt Helm klar.

 

Nürnberger Nachrichten 12/03/2014

Jung schießt scharf zurück Rathauschef: Dietmar Helms Aussagen schaden der infra

Das Wahlkampfklima wird rauer: Die Kritik von CSU-Kandidat Dietmar Helm an den städtischen Finanzen hat ein großes Echo ausgelöst. Rathauschef Thomas Jung (SPD) wirft dem Herausforderer vor, „mit unbedachten Äußerungen“ derstädtischen Tochter infra zu schaden.

Wie berichtet, hatte Helm via FN bemängelt, dass die Stadt zwar in ihrem Kernhaushalt Schulden abbauen wolle, es aber bei manchen Eigenbetrieben oder städtischen Töchtern ganz anders aussehe. „Die infra hat man ausbluten lassen“, sagte Helm mit Verweis darauf, dass das Fürther Rathaus den jährlichen Gewinn der eigenen Tochter in Gänze oder zum Teil abgeschöpft hat.

Die Formulierung „ausbluten“, kritisiert Thomas Jung, erwecke den Eindruck,das Unternehmen stünde kurz vor der Insolvenz. Das sei „unzutreffend“ und noch dazu „schädlich“, sagt Jung und erinnert daran, dass unlängst rund 680 Menschen Bürgerdarlehen der infra gezeichnet und ihr auf diesem Weg acht Millionen Euro
geliehen haben, die in den Ausbau erneuerbarer Energien fließen sollen.

Als Reaktion auf den FN-Artikel mit Helms Aussagen hätten nun besorgte Anleger im Rathaus sowie bei der infra angerufen. Fast alle habe man beruhigen können, ein Mann habe jedoch seine Beteiligung am Bürgerdarlehen zurückgezogen.
„Der infra geht es gut“, betont Jung daher. Die Eigenkapitalquote sei zwar, wie von Helm bemängelt, gesunken, mit „nahezu 30 Prozent“ aber immer noch „fantastisch“. Auch den Schuldenberg der infra halten Jung und Kämmerin Stefanie Ammon für
unbedenklich, weil es sich bei den Verbindlichkeiten zu einem guten Teil um Investitionen – etwa in Solarkraftwerke – handelt, die sich langfristig rentieren.
Wie berichtet, muss die infra seit Ammons Amtsantritt 2010 ihren Gewinn nicht mehr vollständig an die Stadt abführen. Ein „Zielkorridor“ regelt zudem seit 2012 für die Tochtergesellschaft: Je mehr sie erwirtschaftet, umso mehr darf sie behalten.