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Pressemitteilung

Für eine Stärkung von Hospizen und Palliativversorgung

 

„Ein Leben in Würde bis zuletzt“, fordert Bundesminister Christian Schmidt

Sterbenskranken beizustehen, ihre Leiden zu lindern und sie zu trösten, das ist eine „Aufgabe, die es zu unterstützen gilt“, betont Bundesminister Christian Schmidt MdB. "Jeder von uns hat ein Anrecht auf ein Leben in Würde und ohne Schmerzen bis zuletzt." Deshalb setzen wir auf den weiteren Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung, die bisher nicht in ausreichendem Maß gegeben ist“, so der Minister, der gleichzeitig auch Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU (EAK) ist. Dazu gehören Weiterbildungsangebote für Pflegekräfte und der Aufbau einer ambulanten Palliativversorgung. „Dies ist besonders im ländlichen Raum von großer Bedeutung“, erläutert Schmidt dazu.

„Zu einer humanen Gesellschaft gehört das Sterben in Würde dazu. Wir wollen die Hospizbewegung weiter stark unterstützen und die Versorgung mit Palliativmedizin ausbauen. Wir erteilen aber auch jeder Form von aktiver Sterbehilfe eine klare Absage.“ So steht es im Bayernpapier der CSU, und dies unterstreicht auch der Bundesminister.

Mit der Initiative der Koalition zu einem Ausbau der Palliativmedizin soll dem Wunsch schwerstkranker Menschen entsprochen werden können, möglichst in der eigenen häuslichen Umgebung in Würde zu sterben. Ambulante Teams sollen die Patienten versorgen und dabei eng mit Hospizen zusammen arbeiten.

Bundesminister Schmidt spricht sich in enger Übereinstimmung mit seinen Koalitionskollegen für eine Erweiterung des Hospizangebotes aus.
Er hebt als Beispiel die Bayerischen Initiativen in der Palliativ- und Hospizversorgung lobend hervor: Im Freistaat gibt es derzeit 89 Krankenhäuser mit einem palliativmedizinischen Angebot. Zudem fördert das Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium den Aufbau spezialisierter ambulanter Palliativ-Teams mit einer Anschubfinanzierung von bis zu 15.000 Euro pro Team. In die Hospizarbeit werden dieses Jahr 350.000 Euro investiert.

Durch die höhere Lebenserwartung der Bevölkerung und den gleichzeitigen Geburtenrückgang steigt der Anteil älterer Menschen in Deutschland. Der Demographische Wandel stellt Gesetzgeber, Kommunen, Wohlfahrtseinrichtungen, Wirtschaft und Bürger gleichermaßen vor neue Aufgaben speziell in der Altersvorsorge und dem Gesundheitswesen.

Die Zahl pflegebedürftiger Menschen wird gravierend steigen, die der Pflegekräfte dagegen sinken. „Hier müssen wir auch von Seiten der Bundesregierung den Herausforderungen frühzeitig begegnen“, betont Christian Schmidt.