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Pressemitteilung der CSU-Stadtratsfraktion

CSU befürwortet Schliemann-Erweiterung und Neubau der Ludwig-Erhard-Berufsschule

 

Wenn die Stadt Fürth das Grundstück an der Wolfsgrubermühle erwirbt, soll nach Meinung der CSU dort die Ludwig-Erhard-Berufsschule neu gebaut werden. Das Heinrich-Schliemann-Gymnasium soll am bestehenden Standort um das Feuerwehrgrundstück erweitert und generalsaniert werden.

„Wir haben uns alle Optionen angeschaut und durchdiskutiert. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand eröffnet für uns diese Variante die bestmögliche Gesamtlösung für die Schullandschaft in Fürth“, so CSU-Fraktionschef Dietmar Helm. „Mit dem Auszug der Feuerwehr und dem Angebot des Wolfsgruberareals wollen wir gleich zwei Jahrhundertchancen für die Fürther Bildungslandschaft ergreifen“, so Helm weiter: „Angesichts der prekären Schulraumsituation an vielen Fürther Schulen müssen beide Grundstücke genutzt werden. Ein Verkauf von Schliemann-Gymnasium und Feuerwehr kommt für uns deshalb nicht in Frage.“

Die Lösung hat den zusätzlichen Nutzen, dass sie auch die schnellstmögliche Realisierung für beide Schulen und einen baldigen Einstieg in ein darüberhinausgehendes Schulkarussell verspricht: Würde man zunächst das Schliemann-Gymnasium an der Wolfsgrubermühle neu bauen, müssten alle anderen Optionen bis zum Umzug der Schule warten, für die die Gebäude an der Königstraße in Betracht kämen. So können beide Maßnahmen gleichzeitig in Angriff genommen werden und das dann freiwerdende Grundstück der Berufsschule alsbald für eine weitere Schule genutzt werden.

Auch wirtschaftlich sieht die CSU klare Vorteile für diese Variante: Die in ihrer Grundsubstanz soliden und gut in Schuss befindlichen Sandsteingebäude von Gymnasium und Feuerwehr bieten für eine Sanierung deutlich mehr Potenzial als das völlig desolate und abgewirtschaftete Gebäude der Berufsschule. Für eine weitere Nutzung scheint hier der Abriss und Neubau die sinnvollere Alternative.

Insofern ist auch davon auszugehen, dass eine Befragung von Schülern, Eltern und Lehrern an der Berufsschule zu einem eindeutigen Votum in Richtung Neubau gehen würde. Anders als am Heinrich-Schliemann-Gymnasium, wo die Umfrage ein gespaltenes Bild ergeben hat und offenbar vor allem diejenigen der Schulfamilie, die der Schule schon länger verbunden sind, die Sanierung und Erweiterung eher bevorzugen.

Nicht zuletzt hat die Lösung auch einen städtebaulichen Charme: Das erste Fürther Gymnasium behält seinen Standort in der „Geschichtsachse“ zwischen Rathaus, jüdischem Museum und Stadttheater. Die Ludwig-Erhard-Berufsschule bildet dann mit Ludwig-Erhard-Haus und Wirtschaftsrathaus in unmittelbarer Nähe eine neue „Wirtschaftsachse“.

Bevor jedoch eine endgültige Entscheidung getroffen wird, sollen nach der Vorstellung der CSU die beiden im Baureferat neugeschaffenen Stellen zunächst dafür genutzt werden, die Bebaubarkeit des Wolfsgruberareals sowie die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der angedachten Varianten eingehend zu prüfen.

 

Antrag der CSU-Fraktion zur Stadtratssitzung am 21.12.2016