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Artikel: CSU VorOrt September 2016

Wachstum wirklich erreicht?........ von Max Ammon

 
Max Ammon, Stadtrat

Prognosen zufolge soll die Einwohnerzahl in Fürth in den nächsten Jahren bis auf knapp 130.000 Einwohner steigen. Hier stellt sich die Frage, wo sollen die zusätzlichen Bürgerinnen und Bürger wohnen? Baugebiete sind nahezu ausgeschöpft - die vielen Baulücken (unbebaute Grundstücke inmitten der Stadt) werden weniger, der Leerstand verringert sich. Das bedeutet, wenn die Stadt das weitere Wachstum zulassen möchte, ist es unerlässlich, weitere Baugebiete auszuweisen. Diese Konsequenz bringt aber viele Probleme mit sich. Lösbare Probleme? „Ja", betont Max Ammon. „Wenn wir Baugebiete wirklich schaffen wollen, können wir die Probleme auch lösen!"

Welche Probleme tun sich auf? Ein großes „Problem“ wird die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger bei der Auswahl der Gebiete sein. Natürlich soll Fürth weiterhin eine „grüne Stadt" bleiben, jedoch muss freie Fläche geopfert werden. Ein weiteres Problem ist die Erschließung der größtenteils landwirtschaftlichen Flächen an den Ortsrändern. Die Herausforderung ist nicht die Versorgung mit Strom und Wasser, sondern das Abwasser. Da die Stadt schon seit Jahren wächst, kommen Abwasserrohre an ihre Kapazitätsgrenzen. Ein großer finanzieller Aufwand bei der Erneuerung der Kanalisation würde bedeuten, dass die Grundstücke extrem teuer werden. Dieser Aspekt verkleinert die Anzahl eventueller Baugebiete stark.

Gleiches gilt im Übrigen auch für Gewerbegebiete! Darum darf man nicht zulassen, leerstehende Gewerbeobjekte für Wohnbebauung her zu nehmen. In Fürth verlassen Tag für Tag ca. 7000 Menschen mehr die Stadt zu ihren Arbeitsplätzen, als Menschen, die von außerhalb nach Fürth zum Arbeiten kommen. „An dieser hohen Zahl muss dringend gearbeitet werden", fordert Ammon. „Bei der Neuansiedlung von Gewerbe muss noch mehr differenziert werden, welche Betriebe nur Fläche benötigen und welche tatsächlich viele Arbeitsplätze schaffen."

Natürlich muss gleichzeitig zum Bevölkerungswachstum auch die Infrastruktur mitwachsen. Vor allem Kindergärten und Schulen stoßen jetzt schon an Grenzen. Hier ist eine Nachbesserung von Seiten der Stadt dringend nötig, um die Betreuung und das Bildungsangebot aufrecht zu halten. Einzig Freizeit- und Sportvereine können aufgrund von Nachwuchsmangel von einem Wachstum der Einwohnerzahl direkt profitieren und so dem Mitgliederschwund entgegenwirken.

Fazit der CSU: „Wir sind noch nicht an der Wachstumsgrenze angelangt! Allerdings muss das Wachstum gut durchdacht sein und proportional zu wachsenden Strukturen der Stadt geschehen. Uns gehen hier die Ideen nicht aus! Und wie schon anfangs erwähnt, muss die Stadt das wollen“, so Ammon

 

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