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Pressemitteilung

CSU-Fraktion befürwortet Generalsanierung oder Neubau des Hallenbads Stadeln

 

Forderung nach begleitendem und ergänzendem Nutzungskonzept des Gesamtkomplexes Hallenbad/Sporthalle

Die CSU-Fraktion befürwortet eine Generalsanierung oder einen Neubau des Stadelner Hallenbades und fordert ein begleitendes und ergänzendes Nutzungskonzept des Gesamtkomplexes Hallenbad/Sporthalle. „Eine reine „Funktional-Sanierung“, wie derzeit von infra und SPD favorisiert, lehnen wir ab, da diese deutlich zu kurz greift, der zentralen Funktion des Stadelner Hallenbads nicht gerecht wird und auch langfristig finanziell der falsche Ansatz ist“, betonen Fraktionschef Dietmar Helm und sein Stellvertreter Dr. Tobias Wagner.

Oberbürgermeister Jung und die SPD-Mehrheit hätten zum Ende der letzten Wahlperiode 2008-2014 versucht, durch einen voreiligen und jeglichen Grundlagen entbehrenden „Grundsatzbeschluss“ zum Erhalt des Hallenbads Stadeln, mit dem Thema „Hallenbad“ Wahlkampf zu betreiben und sich über den Wahltermin gerettet. Der Bevölkerung sei weisgemacht worden, dass eine Sanierung des Stadelner Hallenbads für eine Million Euro zu haben sei. „Schon damals hat die CSU-Fraktion darauf hingewiesen, dass eine vernünftige Sanierung mindestens vier bis fünf Millionen Euro kosten würde und nur dann Sinn macht, wenn sie umfassend und nachhaltig erfolgt“, berichten Helm und Wagner. „Wir hatten deshalb darauf gedrungen, vor der endgültigen Entscheidung mögliche Varianten zu prüfen. Die Ausarbeitung dieser Varianten hat nunmehr gezeigt, dass unsere damalige Einschätzung richtig war. Eine halbwegs vernünftige Sanierung („Funktional-Sanierung“) wird annähernd fünf Millionen Euro kosten.“

Die „Funktional-Sanierung“ sei nach Auffassung der CSU-Fraktion aber weder nachhaltig noch zukunftsfähig. „Die Sanierung sieht vor, quasi nur das „Allernötigste“ zu machen, die Leitungen, Technik und die sanitären Anlagen auf den aktuellen Stand zu bringen. Das Dach, dessen momentane Tragfähigkeit zwar als noch ausreichend erachtet wird, bleibt dabei ebenso außen vor, wie eine energetische Optimierung, geschweige denn eine wirkliche Attraktivitätssteigerung des Bads.“ Letztere wäre aber angesichts der zunehmenden Konkurrenz im Umkreis dringend erforderlich, um die aktuellen Besucherzahlen zu halten oder gar ausbauen zu können.

„Ob die Modernisierung des Stadelner Hallenbads durch eine Generalsanierung gelingen kann oder ob es wirtschaftlich und finanziell sinnvoller ist, das Bad komplett neu zu bauen, soll durch die infra Fürth nochmals eingehend geprüft werden“, fordern Helm und Wagner. Für den Wirtschaftsplan der infra Fürth seien jetzt ausreichende Mittel für eine entsprechende Planung einzustellen. Daraufhin sei die Planung zügig anzugehen und dem Stadtrat konkrete Vorschläge vorzulegen. „Darüber hinaus müssen Generalsanierung oder Neubau durch ein Nutzungskonzept des Gesamtkomplexes Hallenbad/ Sporthalle begleitet und ergänzt werden.“ Das Hallenbad Stadeln werde insbesondere von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern genutzt. Zum einem wegen der geringeren Beckentiefe im Vergleich zum Hallenbad am Scherbsgraben, zum anderen aufgrund der sog. Warmbadetage, die bei vielen chronischen Gelenkserkrankungen Linderung verspricht. „Diese Warmbadetage können insbesondere aufgrund der besseren energetischen Ausstattung des Hallenbad-Gebäudes und einer effektiveren Heizung im Zuge der Generalsanierung bzw. des Neubaus auch in Zukunft gesichert werden“, so der Fraktionschef weiter. Gerade für ältere Menschen mache dann eine ergänzende Angebotserweiterung im und am Hallenbad Stadeln Sinn. So werde zum Beispiel Aquafitness sehr stark nachgefragt und könne dann im Hallenbad angeboten werden. Eine im Gebäude angesiedelte Physiotherapiepraxis bringe Synergieeffekte für eine stärkere Nutzung des Bades. „Die Verwaltung soll auf dieser Basis ein Nutzungskonzept mit Schwerpunkt "Nutzung durch die ältere Generation" mit attraktiven Angeboten entwickeln. Auch der geplante Neubau der Stadelner Sporthalle in Nachbarschaft des Bades führt zu Synergien mit dem Hallenbad“, sind sich Helm und Wagner sicher. „Dies soll im Zuge der Neuplanungen für das Hallenbad berücksichtigt werden. Sowohl WCs und Umkleiden als auch Gebäudetechnik (Heizungsanlage/Lautsprecheranlagen, etc.) können möglicherweise von beiden Gebäuden genutzt werden. Dies führt letztlich auch zu einer Minimierung der Betriebskosten, die im Falle einer „Funktional-Sanierung“ immerhin 600 bis 700.000 Euro pro Jahr betragen.“

„Wir haben uns in langen Diskussionen um die Bedeutung und Wirtschaftlichkeit des Stadelner Hallenbads intensiv mit den verschiedenen Varianten der Fürther Bäderlandschaft auseinandergesetzt“, betont Helm. „Wir sind uns der Bedeutung des Hallenbades sehr bewusst. Es erfüllt nicht nur aus Tradition sowie als zweiter Fürther Badstandort eine zentrale Versorgungsfunktion für Schule, Sport und Freizeit im Fürther Norden. Die Identifikation mit dem Stadelner Hallenbad ist darüber hinaus im gesamten Fürther Norden und auch im Umkreis außerhalb Fürths hoch. Deshalb setzen wir uns für die beste Lösung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger ein“, so Fraktionschef Helm.