Meldung

Zum Überblick

PRESSEMITTEILUNG

Dämmerschoppen der Mittelstands-Union Nürnberg/Fürth/Schwabach

 

„Meine Verantwortung ist es, sicher zu stellen, dass unsere Standards auch in Zukunft bestehen bleiben“.

Dämmerschoppen der Mittelstands-Union Nürnberg/Fürth/Schwabach mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christin Schmidt, war Gastredner beim jährlichen Dämmerschoppen der Mittelstands-Union.

Bis auf den letzten Stuhl besetzt ist der Gastraum im Hotel Petzengarten. Kein Wunder, wenn ein Bundesminister Stellung zu aktuellen Themen bezieht. „Gerne bin ich der Einladung gefolgt“, so der Minister an die Kreisvorsitzenden Markus Tischner aus Nürnberg, Ronald Morawski aus Fürth und Sandra Joachim aus Schwabach.

Minister Schmidt betont die Verbraucher werden sehr ernst genommen. Deren Befürchtung, TTIP könne unsere Lebensmittelsicherheit aufweichen oder das Informationsbedürfnis der Verbraucher unterlaufen. „Dies stehe nicht zur Debatte“, versicherte der Minister, der ein Freihandelsabkommen mit den USA anstrebt, das Exportchancen erschließt, ohne am Niveau des deutschen Verbraucherschutzes zu rütteln.

MU- Bezirksvorsitzender Tischner fragt nach,  in welchen Bereichen das Freihandelsabkommen Vorteile biete?

„Deutschlands Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie exportieren schon jetzt kräftig in die USA – jährlich im Wert von 1,6 Milliarden Euro. Doch leidet der Export unter Zöllen – bei Käse liegt er beispielsweise zum Teil bei 20 Prozent. Außerdem gibt es zahlreiche Auflagen, die das Geschäft erschweren. So dürfen bestimmte Käse bislang überhaupt nicht in die USA geliefert werden. Außerdem gibt es die verschiedensten bürokratischen Auflagen, etwa zur Deklarierung von Produkten.

Jedes Etikett für alkoholische Getränke muss vorher einzeln von einer US-Behörde genehmigt werden, die Vorgaben könnte man sicher unbürokratischer umsetzten“, erklärte der Minister.

Weiter spannte er den großen Bogen vom Modellvorhaben LandZukunft bis hin zur kalten Progression die auch Thema beim Bayerischen Mittelstandstag war.

Die CSU-Mittelstands-Union fordert Steuerentlastungen und einen Bürokratieabbau für mittelständische Unternehmen. Es müsse endlich Schluss sein mit der heimlichen Steuererhöhung durch die kalte Progression, die dafür sorgt, dass der Staat von einer Lohnerhöhung stets überproportional profitiert. Noch in dieser Legislaturperiode solle ein Gesetzt zum Abbau und Stopp der kalten Progression verabschiedet werden, so der Minister.

Als wichtigen Punkt für die Unternehmerrunde sprach Schmidt noch das Thema Chancen und Perspektiven von Bioökonomie als wichtigen Teil der globalen Wirtschaft an. „Die Landwirtschaft hat vorrangig die Aufgabe, Nahrungsmittel zu erzeugen. Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe in der Industrie nimmt aber mehr und mehr an Bedeutung zu“, so Schmidt. Er sah darin vor allem auch Chanen für ländliche Regionen. „Eine starke diversifizierte und nachhaltige Landwirtschaft, die Grundlage für eine biobasierte Wirtschaft liefert, sorgt auch für mehr Wertschöpfung in ländlichen Räumen. Das schafft neue Perspektiven für innovatives Wirtschaften“. Schmidt macht aber auch deutlich, dass bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe für die Industrie und den Energiebedarf die Ernährungssicherung Vorrang habe. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf 9 Milliarden Menschen wachsen. „Unser Ziel muss es sein, Ernährung durch den vermehrten Einsatz von nachhaltig erzeugten nachwachsenden Rohstoffen zu sichern.