Martin Wolf

  Lebenslauf

 

Martin Wolf wurde am 4. Januar 1956 in Lausham (Gemeinde Reichertshausen) geboren.

Wolf wuchs auf dem elterlichen Bauernhof auf. Er besuchte die Grundschule in Steinkirchen, später das  Dom-Gymnasium Freising und das Schyren-Gymnasium in Pfaffenhofen.

Nach dem Abitur und dem Grundwehrdienst bei der Luftwaffe in Neubiberg studierte er Agrarwissenschaften an der Technischen Universität München in Weihenstephan mit Schwerpunkt Betriebswirtschaft und schloss als Dipl. Agr. Ing. (Univ.) ab.

Er war zunächst als landwirtschaftlicher Betriebsberater und Lehrer an den Landwirtschaftsschulen und -ämtern in Passau und Pfaffenhofen tätig. Ab 1998 arbeitete er im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, war dort unter anderem Büroleiter von Staatsminister Josef Miller und Referatsleiter für Führung und Controlling des Bereichs Landwirtschaft.

Bei der Kommunalwahl im Frühjahr 1996 wurde er erstmals in den Stadtrat von Pfaffenhofen gewählt. Er fungierte dort zwölf Jahre als Musikreferent und wurde 2008 zum Finanzreferenten bestimmt.

Seit 2011 ist er Landrat des Landkreises Pfaffenhofen.

 

 

  10 Handlungsfelder

Mit unveränderten Gestaltungswillen wollen wir auch die kommenden Jahre angehen. Gemeinsam mt Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern und allen demokratischen Parteien im Landkreis.

Ein starker Landkreis und eine starke Region sind keine Selbstverständlichkeit!

 

Hier finden Sie unsere 10 Handlungsfelder für die Zukunft unseres Landkreises Pfaffenhofen:

http://www.csu.de/common/csu/content/csu/hauptnavigation/verbaende/kreisverbaende/pfaffenhofen_a.d._ilm/10_Handlungsfelder.pdf

 

 

  1. Die gute Beschäftigungssituation mit Begleitmaßnahmen flankieren

Vorrangiges Ziel unserer Politik ist es, dass möglichst viele Menschen ihre Existenz selbst bestreiten und absichern können. Dadurch haben sie die Chance auf ein erfülltes Leben. Wir haben eine optimale Ausgangssituation, müssen uns aber auf Veränderungen einstellen. Wir wollen verstärkt Existenzgründungen fördern und gezielt die Ansiedlung von Zukunftsbetrieben unterstützen. Dabei achten wir auf eine Mixtur aus verschiedenen Unternehmensbranchen, um krisenfest zu bleiben. Zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit investieren wir weiter in Bildung und Digitalisierung.

  2. Das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken

Das Sicherheitsgefühl der Menschen sinkt durch die individuell als Bedrohung wahrgenommene unkontrollierte Zuwanderung oder persönliche Betroffenheit bei Übergriffs- oder Anschlagsszenarien oder bei Wohnungs- und Gewerbeeinbrüchen. Wir treten ein für wirksame Grenzsicherungen und Erfassungssysteme, für eine weitere Finanzierung der Sicherheitsdienste in größeren Asylunterkünften durch den Freistaat Bayern, für eine angemessene personelle Ausstattung unserer Polizeiinspektionen sowie für Aufklärungskampagnen zur Eigenvorsorge gegen Hauseinbrüche.

  3. Die Gesundheitsvorsorge im Landkreis weiterentwickeln

Im Zentrum der Gesundheitsvorsorge steht die Ilmtalklinik als unser Krankenhaus vor Ort. Die aktuelle Entwicklung deutet drauf hin, dass wir im gesamten Konsolidierungsprozess die Talsohle durchschritten haben. Wir wollen am kommunalen Krankenhaus festhalten und die bauliche Ertüchtigung im zweiten Halbjahr 2017 beginnen. Darüber hinaus nehmen wir die Signale einer immer älter werdenden Ärzteschaft im Landkreis auf. Für Themen wie Bereitschaftsdienst außerhalb der Praxiszeiten, die Möglichkeit einer Bereitschaftspraxis am Krankenhaus oder die künftige Allgemeinarztversorgung auf dem Land wollen wir in enger Abstimmung mit dem ärztlichen Kreisverband Lösungen entwickeln.

  4. Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Die Frage der Wohnraumknappheit in der Region München und gerade auch in unserem Landkreis wird zunehmend intensiver diskutiert. Sie hat eine dreifache Dimension:

a) Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen, die einen eigenen Hausstand gründen wollen. Einheimischenmodelle für Häuser sind ein bewährter Weg. Es fehlen aber Grundstücke. Wir brauchen kreative Modelle für den Geschoßwohnungsbau.
b) Wir brauchen sozialen Wohnraum mit Mietpreisbindung für Senioren und Menschen mit geringerem Einkommen.
c) Wir brauchen Wohnungen für Flüchtlinge mit Bleiberecht. Ein fortdauerndes Leben in Wohncontainern ist keine Perspektive.

Wir werden gemeinsam mit den Gemeinden neue Modelle zur flächensparenden Schaffung von Wohnraum entwickeln, wie bereits in Pfaffenhofen, Wolnzach und Vohburg geschehen.

  5. Personenverkehrskonzepte erstellen und umsetzen

Intelligente Verkehrskonzepte sind eine große Herausforderung. Es geht um folgende Themen:

a) ein Mobilitätskonzept für den Landkreis Pfaffenhofen erstellen mit dem Ziel, Bahnen, Busse, Bürgerbusse, Rufbusse, Taxis optimal miteinander zu vernetzten;
b) den Gemeinschaftstarif Region Ingolstadt (bis zum Stadtbus Pfaffenhofen) ausbauen;
c) einen Dachtarif für den Nahverkehr in der Metropolregion München (reicht von Donau-Ries bis Traunstein, von Dingolfing-Landau bis ins Ostallgäu) mitentwickeln und auch im Landkreis umsetzen;
d) am Verkehrskonzept Ingolstadt und Umgebung mitarbeiten; wir haben die Chance, die Verkehrsinfarkte in Ingolstadt für Pendler aus dem Landkreis zu entschärfen, durch erleichterte Bahn-, Bus- und Fahrradnutzung sowie Optimierung des Straßennetzes;
e) den Bundesverkehrswegeplan 2030 nutzen; der Plan enthält für uns vier Maßnahmen im vordringlichen Bedarf: die drei Ortsumfahrten Weichenried, Pfaffenhofen und Unsernherrn sowie den vierspurigen Ausbau der B16 von Manching Richtung Neuburg.

Wir werden an allen fünf Themen mit Nachdruck arbeiten.

  6. Die E-Mobilität unterstützen

Die deutschen Automobilhersteller arbeiten intensiv an E-Mobilitätskonzepten. Ziel ist die internationale Marktführerschaft. Sie erwarten von der öffentlichen Hand Unterstützung bei der Markteinführung dieser Konzepte. Weltweit ist der Trend eindeutig.
Immer mehr Staaten wollen mittelfristig nur noch E-Autos anmelden lassen. Vom Bund ist ein umfangreiches Förderprogramm für den Bau von E-Ladestationen zu erwarten. Auch die kommunale Seite hat Möglichkeiten, die Markteinführung zu unterstützen. Wir wollen im Landratsamtsinnenhof E-Ladestationen errichten. Der Fuhrpark des Landratsamtes soll durch E-Autos ergänzt werden. Mit dem Kreistag wollen wir ein Konzept zur Begleitung der E-Mobilität im Landkreis erarbeiten.

  7. Die Integration der Neuzugewanderten fördern

In der Asylarbeit haben Gemeinden und Landkreis gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen jede Menge geleistet. Jetzt geht es verstärkt um die Integration der Bleibeberechtigten. Wir wollen im Landratsamt ein neues Sachgebiet „Integration“ einrichten, das Deutschkurse, Integrationskurse und Übergänge in den Arbeitsmarkt fördert und eng mit den Partnerorganisationen, wie Caritas, Jobcenter und Arbeitsagentur zusammenarbeitet. Ehrenamtliche Helfer sollen entlastet werden.
Im bayerischen Integrationsgesetz ist zurecht eine Mitwirkungspflicht der Zugewanderten verankert. Asylbewerber, die bei der Feststellung der Identität und bei den Maßnahmen der Integration dieser Pflicht nicht nachkommen, haben verringerte Chancen auf ein Bleiberecht und auf eine Beschäftigung.

  8. Eine inklusive Gesellschaft fördern

Die UN-Behindertenrechtskonvention zur Inklusion ist von 167 Staaten ratifiziert und gilt seit 2008 auch in Deutschland. Im Kern bringt sie zum Ausdruck, dass Menschen mit Beeinträchtigungen nicht als krank vom gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt, sondern als Gleichberechtigte teilhaben sollen.
Wir wollen Inklusion künftig noch stärker unterstützen
- im Rahmen der Initiativen der Wirtschaftsförderung,
- Schaffung von bezahlbarem Wohnraum,
- in der Auswahl barrierefreier Veranstaltungsorte für Landkreisveranstaltungen und
- durch ein neu einzuführendes Landkreis-Siegel „Vorbildliche Inklusion“ für besonders innovative Projekte.

  9. Die gemeindefreundliche Haushaltsplanung fortsetzen

Die sehr gute Situation unseres Landkreises in den Bereichen Wirtschaft und Lebensqualität hängt wesentlich mit der gemeindefreundlichen Kommunalfinanzierung zusammen. Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Einkommens- und Gewerbesteueranteile bei den Gemeinden verbleiben. Gemeinsam mit den Landkreisen München und Eichstätt haben wir unter den 20 oberbayerischen Landkreisen die niedrigste Kreisumlage. Wir arbeiten konstant mit sehr niedrigen Personalkosten je Einwohner.
Das soll so bleiben. Geht es den Gemeinden gut, dann geht es auch dem Landkreis gut.

  10. Ein Entwicklungskonzept "Landkreis 2030" mit den Bürgern umsetzen

In den letzten fünf Jahren ist der Landkreis jährlich um mehr als 1000 Menschen gewachsen. Aus den Zentren Ingolstadt und München steigt der Siedlungsdruck weiter. Unsere zentrale Lage in Bayern ist für Wohnen und Wirtschaften besonders attraktiv. Damit stellen sich mehrere Fragen: Wie soll sich unser Landkreis weiterentwickeln? Wie schnell wollen wir wachsen? In welchem Umfang wollen wir weitere Gewerbebetriebe ansiedeln? Wieviel Freiraum wollen wir für Landwirtschaft, Natur- und Freizeiträume lassen?
Wir wollen gemeinsam mit dem Landkreis-Wirtschaftsbeirat Entwicklungsperspektiven erörtern. In offenen Gesprächskreisen mit Bürgerbeteiligung soll ein Entwicklungskonzept "Landkreis 2030" erarbeitet werden, das auch Chancen in neuen Märkten aufzeigen soll, z.B. im Bereich der Digitalisierung. Die Entscheidungshoheit der Gemeinden bleibt dabei unberührt.