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JU regt Tourismuskonzept "Follow Rednitz" an

Bürgermeister wollen Rednitz-Tourismus voranbringen

 
JU-Kreisvorsitzender Nagl bei der Übergabe und Besprechung des Konzepts "Follow Rednitz" mit Kreisrätin Cornelia Griesbeck, Bürgermeister Werner Langhans und dem MU-Kreisvorsitzenden Hermann Hein.

Rednitzhembach/Wendelstein (dn) Eine 'Fantasiestütze für die touristische Weiterentwicklung des nördlichen Landkreises zwischen Nürnberg und dem eigentlichen Seenland“ wolle die Junge Union liefern, erklärte ihr Kreisvorsitzender Daniel Nagl. Es gehe darum, die bestehenden Kultur- und Tourismusangebote der „Flusskommunen“ im nördlichen Landkreis Roth und der Stadt Schwabach zu einer attraktiven Untermarke im Fränkischen Seenland zu vernetzen und mit einzelnen Highlights, wie der Bewerbung der Rednitz für Kanufahrer, aufzuwerten.


Nach einer Kanufahrt mit den Bürgermeistern Jürgen Spahl (Rednitzhembach) und Ralph Edelhäußer (Roth) haben sich die jungen Christsozialen dazu Gedanken gemacht. Herausgekommen ist eine 16seitige Broschüre, die zeigt, wie eine solche Marke – Arbeitstitel ist „Follow Rednitz“ (dtsch. Folge der Rednitz) – aussehen könnte. Diese Woche erging das Konzept an die Kommunen. Mit den Bürgermeistern Jürgen Spahl und Werner Langhans (Wendelstein) traf Nagl sich persönlich. Beide Bürgermeister betonten, ebenso wie die Kreisrätin Cornelia Griesbeck, die Idee für ihre Kommunen im politischen Prozess auf Kreisebene voranbringen zu wollen. Sie seien davon überzeugt, dass in der Idee Potential steckt.

Dass Flussfahrt auf der Rednitz (und dem letzten Teil der Schwarzach) als Highlight des Konzepts keine neue und fixe Idee ist unterstrich der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär Hansgeorg Hauser. Der Rednitzhembacher brachte Bürgermeister Spahl Bilder aus den 1920er Jahren mit, die die Tradition der Kanufahrt auf der Rednitz belegen.

Da durch die Wasserüberleitung aus dem Main-Donau-Kanal in Rednitz und Schwarzach nachprüfbar das gesamt Jahr über ein Mindestpegel von etwa zwei Meter gegeben ist und da sich die Einstiegsstellen in den Kommunen befinden sollen, käme es auch nicht zu solch einer Belastung für Flora und Fauna, wie sie Fischereivertreter in einem Dialoggespräch mit der JU im April mit Verweis auf Altmühl und Wiesent befürchten. „Wir nehmen die Sorgen der Fischer etwa um Laichstätten ernst. Aber wir haben an Rednitz und Schwarzach viel günstigere Voraussetzungen wie in den genannten Flüssen“, erklärte Nagl.

Die Junge Union ist sich sicher, dass die Bürgermeister zusammen mit dem Landratsamt, dem Wasserwirtschaftsamt und Interessengruppen wie den Fischereiverbänden hier eine Lösung finden werden. Selbst schlägt sie etwa einen einzuhaltenden Mindestpegel und die maximale Anzahl von vier Booten pro Kolonne vor, um ein ruhiges und nachhaltiges Naturerlebnis zu garantierten. „Wir wollen ja keine Kanuautobahn, sondern, dass etwa Familien unsere Heimat und ihre Natur aus einem neuen Blickwinkel kennenlernen.“

Dass diese Familien, die als Tagesurlauber etwa mit dem VGN aus der Metropolregion herausfahren, oder als Wochenendurlauber in den Landkreis und die Metropolregion kommen, weniger Gefahr sondern viel mehr Chance sind, unterstrich der Vorsitzende der Mittelstandsunion Hermann Hein. Er betonte, dass vor allem die Gastronomen in den Flusskommunen vom Konzept der JU und in besonderem Maße der enthaltenen Kanu-Idee profitieren könnten. „Wenn es gelingt, das Fränkische Seenland um eine interessante Marke reicher zu machen, schaffen wir es vielleicht auch, dass nicht nur zu Messezeiten oder während des Challenges Menschen im Landkreis Roth übernachten.“