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Chance für ländlichen Raum

Bei sozialem Wohnungsbau den ländlichen Raum nicht vergessen

 

Roth (dn) In den kommenden Jahren stellt die Bayerische Staatsregierung in der zweiten Fördersäule des Wohnungspakts Bayern 150 Millionen Euro Fördermittel für den Bau von jährlich bis zu 1.500 Wohnungen bereit. Gefördert werden neben Neu- und Umbau auch Modernisierungsmaßnahmen. „Um einer Ghettobildung gerade in Ballungsräumen entgegen zu wirken, zielt das Förderprogramm nicht nur auf die Schaffung von Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge, sondern ausdrücklich auf alle auf dem Wohnungsmarkt“, erklärte kürzlich Bayerns Bauminister Joachim Herrmann, MdL. Zielsetzung sei es, Wohnraum zu fördern, der langfristig nutzbar ist.

Die Kreisvorsitzenden der CSU und ihrer Arbeitsgemeinschaften im Landkreis Roth sind sich einig: „Die Förderung des kommunalen Wohnbaus im Wohnraumpakt Bayern bietet Chancen – für die Menschen, unsere Bauunternehmer aber vor allem auch für den ländlichen Raum.“ Zusammen mit der Vorsitzenden der Frauenunion Margareta Bösl und den Vorsitzenden der Jungen Union Daniel Nagl und Mittelstandsunion Hermann Hein appellierte CSU-Kreisvorsitzender Volker Bauer, MdL daher an die örtlichen Bürgermeister, neben den unterzubringenden anerkannten Asylbewerbern auch die Bedürfnisse einheimischer, junger Menschen, etwa Lehrlinge oder Studenten, Singles wie jungen Familien, nicht zu vergessen. „Beim Kommunalen Wohnraumförderprogramm der Bayerischen Staatsregierung wurde bewusst darauf verzichtet, enge Vorgaben für den zu erstellenden Wohnraum zu machen“, erklärte Bauer. „Dies eröffnet den Kommunen Gestaltungsmöglichkeiten.“

Im Januar 2016 regte Volker Bauer, MdL daher an, die Bindungsfrist für im Zuge der Förderung des Wohnungspaktes Bayern entstehenden Sozialwohnungen von 20 auf 10 Jahre zu verkürzen und die wegfallenden Jahre durch ein „Jugend- und Seniorenmodell“ zu ersetzen. „Der Gedanke war, auch Personengruppen, die knapp über der Sozialbewohnberechtigung verdienen, günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, so der CSU-Politiker. Seitens des Staatsministeriums wurde mitgeteilt, dass ein solches Modell nicht notwendig sei, da die Kommunen aufgefordert sind „Wohnungen lediglich in angemessenem Umfang anerkannten Flüchtlingen entsprechend dem Bedarf vor Ort zur Verfügung“ zu stellen.